Dienstag, 4. August 2020

0104 - Electric Eel Shock, The Bloodhound Gang - Köln Live Music Hall - 22.8.2004

Die Bloodhound Gang brachte alle Jubeljahre mal ein Album raus, Tourte dann mit diesem immer mal wieder kurze Touren und verschwand dann wieder von der Bildfläche. 2004 war man wohl gerade mit den Planungen für ein neues Album dran (welches später "Hefty Fine" sein sollte) und machte eine Tour um sich warm zu spielen.

Viel erwartete ich da nicht. als ich 28€ für die Karte ausgegeben hatte, aber einmal muss man so eine Band halt Live sehen. Das ganze sollte sich in der Live Music Hall abspielen. Die wie man vor Ort sehen konnte VIEL zu groß war. Dort gehen ca. 800 Leute rein? Da waren vielleicht so 150.

Die Vorband kam aus Japan und hieß Electric Eel Shock und die machten richtig guten lauten Punkrock. Wobei die Band natürlich auch von Kartoffelbrei und Wurst hätte singen können und das hätte keiner Verstanden, die Texte waren großteilig japanisch. Das Touren mit der Bloodhound Gang hatte wohl etwas abgefährt so, dass der Schlagzeuger den Zugabesong nackt spielte.

Nach gefühlten 2 Stunden Umbaupause, dass hat echt ewig gedauert obwohl nur das Schlagzeug gewechselt wurde, kam dann auch die Bloodhound Gang. Das Publikum war so dermaßen lahm das sich die Band das ganze Konzert über darüber lustig machte. Mitten drin ging Evil Jared auch einfach mal zur Biertheke und spielte den Bass eben auf dieser.

Auch natürlich das "Jager Schtick" war dabei. (steht auch genau so auf der Setlist). Was das ist? Evil Jared steckt sich einen Schlauch in den Hals der einen Trichter oben dran hat und dort wird eine Flasche Jägermeister reingekippt. Ob das Zeug echt war, keine Ahnung, er kotzte davon jedenfalls auf die Bühne. Das Konzert war mit knapp 75 Minuten auch sehr kurz. Vor allem da sehr viel Zeig für interaktionen innerhalb der Band (aka. Saufen) drauf gingen. Eine Zugabe gab es nicht. Gut das Publikum wollte auch scheinbar keine. Ein neuer Song wurde auch gespielt "Ralph Wiggum"

Das Konzert war irgendwie seltsam. Einerseits war es mal gut die band Live zu sehen, Andererseits waren Netto 13 Songs und 75 Minuten Spielzeit doch sehr wenig. Wenn die gute Vorband nicht gewesen wäre, wäre das Konzert ein ziemlicher ausfall gewesen. Wenigstens war es nicht all zu heiß Und die Band stand nachher noch draussen rum und verteilte Jägermeister und Bier.

Setlist zu Electric Eel Shock hab ich keine, aber für die Bloodhound Gang

Bobs Intro
Magna cum Nada
Lift you head up High
Along comes Mary
I wish i would be Queer
Jackass
Three Point Four
Ralph Wiggum
The Ballad of Chasey lain
The Bad Touch
Hell Yeah
"Jager Schtick"
Boom
Hey Ya
Fire Water Boom

Freitag, 1. Mai 2020

0103 – Terrorgruppe, The Bones, Heideroosjes und andere – Schüttorf Komplex Open Air – 14.8.04

Schüttorf ist so ziemlich am Hintern der Welt. Kurz vor Meppen, hinter Ahaus, bei Enschede, jedenfalls damals ewig weite Fahrt über die A31. Ist recht ländlich da und der Acker wo das ganze Stattfinden sollte war schnell gefunden. Es hatte vorher geregnet und das ganze glich wohl eher einem Schlammloch.

Zudem hatte jemand die Gästelisten verbrasselt so das ich Warten musste. Immerhin gut die Zeit mit denen am Einlass vertrieben und irgendwann konnte ich auch rein. Hatte mir eine Filmerlaubnis von 2 Bands besorgt und diese war tatsächlich auch bei der Security angekommen. Bekam also VIP Pass und einen schönen Platz direkt vor dem Wellenbrecher. Mit eigenem Absperrgitter, wie nett. Die erste Band war so eine örtliche Rapformation, da war ich aber noch mit Aufbauen beschäftigt, mehr als 15-20 Leute waren da auch noch nicht anwesend.

Als zweite Band gab es „InCinerate“ eine örtliche Hardcore Band, die schon ein paar mehr Zuschauer zog. Der Bauer dem die Wiese gehörte hatte mittlerweile auch einiges an Heu besorgt und auf der Wiese verteilt, einfach um zu verhindern das die Zuschauer Knietief im Matsch stehen sollten. Im Backstage versucht derweil jemand eine Gitarre zu klauen. Konnte die über den Zaun werfen und wurde bevor er hinterher klettern konnte von der Security abgefangen. Der wurde auch dann von der Polizei entfernt und die Gitarre (die einigen Schaden davon trug) Sichergestellt. Immerhin hatte die Band Ersatzgitarren dabei. Schön ist das trotzdem nicht.

Die dritte Band des Abends war ebenfalls eine Lokale. „More like Sunday“ klangen irgendwie ein bisschen nach damals aktuellen Bands wie „Linkin Park“ oder „Papa Roach“ war ganz gut und der Platz füllte sich langsam mit Besuchern (und mehr Stroh). Das Wetter wurde auch merklich wärmer, und schwüler. Die ersten 3 Bands hatten jeweils 30 Minuten Spielzeit die auch strikt eingehalten werden mussten. Alleine weil Punkt 22 Uhr schluss sein musste. Naturschutzgebiet und Anwohner, die zwar nie protestierten, aber dennoch wollte man auf diese Rücksicht nehmen.

Die vierte Band war die damals schon etwas bekanntere „Kapelle Petra“ die bis dato zwei eigene Alben veröffentlicht hatte „Felsen“ und „Schrank“ aber erst um 2008 richtig bekannt wurden. Die Band kommt im 80er Jahre „Elternhaus“ Stil. So richtig „Schrankwand, Spitzendeckchen“ und „Schildplattbrillen“ und spielt humorvolle Texte und brachten schon damals jede Menge eigene Fans mit, was auch der Stimmung zu gute kam. Denn diese blieben bis zum Schluss. „Kapella Petra“ hatte dann auch erste Band 60 Minuten Spielzeit.

Als nächstes spielten „Speedway 69“ die klassischen Indierock mit Punkelementen spielten. Klang auch ein bissschen nach AC/DC. Gefiel mir ganz gut. Dem Anwesenden Publikum welches mittlerweile auf die Terrorgruppe wartete nicht ganz so. Viele gingen zum Grill oder an den Bierstand. Die Band musste etwas kürzer spielen. Da die Umbauzeit etwas zu lang war und man pünktlich mit den „Traceelords“ weiter machen wollte. Diese waren von Andy Brings gegründet worden und spielten eine Mischung aus Glamrock und Metal. Klingt irgendwie etwas nach Kiss. Die Band hatte 2000 und kurz vor dem Festival ein zweites Album veröffentlicht. Welches unter anderem auch in den USA erschienen war. Wie Erfolgreich das ganze war, weiss ich aber nicht. Die Band kam besonders bei einigen etwas älteren Zuschauern an, die anwesenden jüngeren hatten zwar durchaus keine Langeweile, konnte mit der Musik aber eher wenig anfangen. Auch „Traceelords“ hatten nur 50 Minuten spielzeit. Die Band wurde übrigens 2007 aus heiterem Himmel aufgelöst.

Als nächstes spielte die bekannteste Niederländische Punkrockband „De Heideroosjes“ das sind sowas wie „Die Ärzte“ der Niederlande, mit teils sehr sarkastischen Texten, viel Spass aber auch ernstem Material. Die Band hatte bereits 8(!) Alben veröffentlicht seit 1993 und brachte viel neues Material und auch wieder einiges an eigene Fans mit, bis zur Grenze waren es ja auch nur ein paar Kilometer. Der Gig machte auch richtig viel spass und war eigentlich viel zu schnell wieder vorbei. Die Band spielte auch nur 50 Minuten obwohl noch Zeit gewesen wäre. Das war doch etwas seltsam und auch die Crew war etwas verwirrt. Vermutlich zu schnell gespielt?

Mittlerweile war es 19:30 Uhr als die Terrorgruppe anfing und es wurde dunkel. Wobei die meisten eben auf diese Band gewartet hatten. Zusammengefasst kann man sagen Spass auf der Bühne, dass Publikum hingegen musste teilweise animiert werden sich überhaupt zu bewegen, besonders etwas weiter hinten war eher ruhiges „Geschmuse“ statt wilder Blutpogo. Immerhin war das Publikum textsicher. Die Band spielte in etwa 70 Minuten und übertrieb bei dem eigentlich Vorletzten Song „Wir müssen raus“ etwas, nicht nur das es Feuerwerk aus Archies hintern gab. Auch die Bühne musste herhalten und sämtliche Monitorboxen wurden umgedreht um mehr Lautstärke zu erzeugen. Allerdings war danach keine Zeit mehr noch „5 Kilo“ zu spielen. Was noch auf der Setlist stand. Immerhin kam danach noch eine Band.

Diese waren „The Bones“, eigentlich hätte die Terrorgruppe als letztes Spielen sollen aber die Bands hatten wohl getauscht. Die Band spielt eine art „Punk‘n‘Roll. Sehr schnell und durchaus sehr gut. Man merkte aber am Publikum schnell das diese schon sehr viele Bands in den Knochen hatten und zur Mitte des Sets wurde es allmählich auch leer. Zwar nicht ganz leer aber das Publikum lichtete sich doch deutlich und Punkt 22 Uhr war auch Schluss, die Band hatte gerade noch Zeit sich zu verabschieden bevor das große Licht anging und dann auch schnell alle weg waren. Immerhin Backstage noch was zu Essen abbekommen, aber dann auch langsam los. Der Heimweg war echt ätzend zumal es wieder Anfing zu Regnen.

Setlist InCinerate:

40 Sec
Nothing 4U
Stay
Cant geht it
About a Friend
Falling Away
Human Fight

Setlist More like Sunday:

Red Girl
Der Neue
Summerbre
Lost Seed
Eplode
Balade
Counter
Clark Nova
Unsung

Setlist Heideroosjes

Scapegoat Revolution
Break the Public Peace
Were all fucked up
pychic
Nothings Wrong
Fistful of Ideals
Mamelodi Melodies
Ik wil niks!
Fistfuckparty at 701
Time is ticking away
I´m not Deaf
Euronoise

What i Like about you
Watch me Play
Since 1989
Wurst & Käse
 

 

Setlist Terrorgruppe:

Intro
Schöner Strand
Hedonistische Heilsfront
Marylin
Namen Vergessen
Opa
Stay Away from the Good Guys
Allein gegen Alle
ACAB
Keine Airbags für die CSU
Der Rhein ist tot
Kathedralen
Sonntag Morgen
Tresenlied
Enrst August
Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland
Angela
Die Gesellschaft ist schuld das ich so bin
Wir müssen raus,
 

 

Setlist The Bones:

Spit it out
Do you wanna
Denial
Screwed Blue
Gasoline
Home Sweet Hell
Don Almighty
Half of Nothing
Chrome
Not a Lovesong
Hey Baby
Never
Dead End
Hate
Intil i Die
Memphis



Samstag, 25. April 2020

0102 – Meerweg, Itchiycoo, The Wohlstandskinder – Emmerich Rock over Kiebitzsee 30.7.04

Wenn die Wohlstandskinder schon im Nachbardorf spielen kann man ja auch hingehen, ich weiss nicht mehr was das gekostet hat. War nicht viel jedenfalls. Das Festival stand in den folgenden Jahren auch dann massiv auf der Kippe. Ein (neu)Anwohner hat sich über die Lautstärke beschwert obwohl 10 Jahre vorher nichts dergleichen passierte. War irgendwann gegen Nachmittag da, die erste Band verpasst. Die zweite waren Meerweg aus Emmerich. Netter Rock mit teilweise deutschen Texten. Nichts großartiges aber ganz Nett. Gefühlte 100 Leute waren da wovon aber einige im See schwimmen waren. Die zweite Band waren Itchiycoo, keine Ahnung mehr wo die herkamen, war ebenfalls eher softer Rock auch nichts was ich wirklich in Erinnerung hatte.

Zu den Wohlstandskindern wurde es plötzlich voll, diese brachten nicht nur ihre eigenen Fans mit sondern holten auch noch viele andere Leute dazu. Geschätzt 300-400 Leute waren wohl da. Dafür war der kleine Platz nicht gerade ausgelegt und es gab ziemlich viel drücken und Schubsen, eher unangenehm. Mit laufe des Konzertes wurde es aber auch merklich entspannter. Die Band spielte 80 Minuten lang, etwa 20 Minuten kürzer als üblich. Halt ein Best-Off Set. Für ein Festival war das Super. Um 21:30 war dann aber auch gleich Schluss. Wegen Lärmschutz und Naturschutzgebiet. Die Band hätte wohl gerne noch einen Song gespielt aber das ging nicht mehr.

War ein schönes kleines Festival, und nur 20 Minuten bis nach Hause.

Setlist:

Intro
Lautstärke, Baby
6 Milliarden und ich
Du, ich und wir 2
Ein anderes Wort
Es gibt keine Balladen mehr
Groschenromantik
Reiss das Fenster auf
Rosa Radio
Einer von Milliarden
Die Masse von Nebenan
Sommer ist
Lass alles
Penthouse Bewohner
Dein Jesus
Das Grau unserer Zeit
Kein Radiosong
Ein Tor war es nicht
Die Welt von Mitteleuropa ausgelegt

Der Staat ist Nett
Wir sehen uns in Las Vegas wieder


0101 – Dancepeople, Wonderwall, Kamary Philips, Treble, Sandy, Overground, Preluders – Moyland Schlosspark Courage Festival – 17.7.04

Ja, ich bin da nochmal hingegangen weil a.) ein Freund hinwollte, b.) mein Cousin und der war da erst 13. Ich wurde also abgestellt dahin zu gehen. Einlass war super träge und vor allem die Schlange lang. Es gibt dort nur einen Einlass, und dort auch nur 4 Zugänge, wo hinter jedem so larifari abgetastet wird auf der Suche nach Getränken und Essbarem, damit der Cateringbertreiber vor Ort seine, selbst für Konzerte, teuren Getränke und Essen verkaufen kann. Einen Biergarten und eine zweite Bühne für die Eltern gab es auch, dort hatten Kinder theoretisch keinen Zutritt, liefen aber auch genug herum. Einen guten Job machte die Security nicht gerade. Die hatten alle keinen Bock. Den Anfang der Coverband mitbekommen, war ganz gut. Aber ich wollte tatsächlich Wonderwall sehen. Diese spielten allerdings schon in etwas anderer Besetzung als das letzte mal wo ich die gesehen hatte. War ganz nett. Aber mit 30 Minuten Spielzeit sehr kurz, zudem die einzige Band die ich sehen wollte.

Setlist: Wonderwall

A Little Long Time
Flying
Sure
This is
Big Bang
Bubblin
Just more

Dancepeople.de waren so eine Tanzgruppe die immer während der Umbaupause da rumgetanzt hat. Dahinter wurde einfach kurz umgebaut. Danach trat auf „Kamary Phillips“ eigentlich Schauspieler. Aner damals war irgendwie Trend das jeder Schauspieler auch Musik macht. War ganz nette Mischung aus Folk und Rock, aber irgendwie total deplaziert dort.

Setlist Kamary Phillips

Warum
Turn ou on
Sunshine
Maybe Tomorrow
5 Minutes
Every Little Thing

Treble war ein zusammenschluss von 2 Schwestern und einer Musiklehrerin aus den Niederlanden deren Texte teilweise auf Englisch als auch in einer Phantasiesprache waren. Die zwei Kinder und die Musiklehrerin tourten durch Straßen, Cafes und wurden irgendwann „Entdeckt“ zu großer Bekanntheit ausserhalb der Niederlande kam es aber nie. War auch ganz ok für die 20 Minuten die das dauerte.

Hatte mich mittlerweile auf einen Schattigen Platz zurückgezogen, die Sonne war echt heftig. Allerdings zogen ein paar dunkle Wolken auf. Als nächstes war „Sandy“ dran. Ex-No Angels, diese hatte die Band verlassen um ihre „Solo-Karriere“ zu machen und „ihr eigenes Ding“. Warum klingt „Das eigene Ding“ bei so Popsängerinnen eigentlich immer wie das Vorgängerprojekt? Die Songs hätten auch von den No Angels sein können und man hätte das nicht bemerkt. Ausserdem gab es nur drei Songs. Mehr waren noch nicht mal Produziert.

Setlist Sandy:

Unexpected
Tell me
Unnatural Blonde

Dann wurde es furchtbar. Damals lief ja noch „Popstars“ die mal wieder „Bands“ gecastet hatten, diesmal gleich zwei davon. Preluders, mit weiblicher Besetzung und Overground mit männlicher Besetzung. Das ganze war fast genau so furchtbar wie Bro‘Sis das ja zu vor. Albernes rumgehampel zu Playback Musik. Den Anfang machten Overground, die bereits wieder auf dem absteigenden Ast waren, die gerade aktuelle Single erreicht schon nur noch Platz 10 und die Vorgängersingle nur Platz 9 und das trotz massenhaft Werbung. Das ganze war echt Furchtbar. Ausserdem wurde es auch noch verdammt kalt. Aber ich konnte ja nicht weg. Meine Mitfahrer waren nicht zu sehen.

Setlist Overground:

One for da Money
I wanna sex you up
Nur du
Gib mir eine Nähe
Schick mir einen Engel
Beat Box
Tanz mit mir
Der letzte Stern
Aus und Vorbei

Danach die Preluders, dass war im Grunde das gleiche nur in weiblicher Besetzung. Deren „Stern“ versank noch schneller als der von Overground. Schon das zweite Album kam und die Singles dümpelten schon nur noch auf Platz 28. bzw 21. der Charts herum. Auch hier gab es nur getanze zu Playback.

Setlist: Preluders

Everyday Girl
Hotter than you
Catch me
Born to Love
Unknown
Losing my Religion
Everyday Girl

Meine Begleiter kamen natürlich pünktlich zum letzten Song und wollten gehen. Eigentlich ja schon vorher aber die hatten noch welche getroffen die sie kannten. Toll. Also ab nach Hause, fing auch gerade an zu regnen.

0100 – Mutabor, Terrorgruppe – Waltrop Parkfest – 4.7.04

Waltrop, liegt irgendwo bei Dortmund und ist eine nette Kleinstadt die einen riesigen Park hat. Dort findet alljährlich das Waltroper Parkfest. So groß wie der Park ist auch das Fest. Mehrere Bühnen. Kunstmarkt. Trödelmarkt und mehr. Das ganze für nur (ich meine es waren) 7€.

Sogar Parken konnte man richtig gut. Auf dem Gelände dann erst einmal umsehen. Hatte neben der Terrorgruppe noch Mutabor auf der „Liste“ zum Gucken. Das ganze ist so eine Genremischung aus Punk. Reggae, Ska. Folk, Pop. Mit ohne Schuhe rumspringenden Sänger. War ganz Nett für eine Stunde. Dann war es ja auch schon Vorbei. Um 18 Uhr an der Zeltbühne gewesen wo die Terrorgruppe spielen sollte. Im Backstage ging derweil ein Leserbrief aus der lokalen Zeitung herum den ich hier mal mit hochlade. 



Die Idee den Typ einzuladen wurde allerdings schnell wieder vergessen. Ein Anruf dort brachte nur zu Tage das die Frau es peinlich fand und der Herr war nicht zu sprechen. So Typisch CDU, erst große Klappe dann kommt nichts mehr. Die Band hatte auch kurz überlegt „Schäfleinliebe“, „Katholikenska“ oder gar „CDU“ zu spielen. Nur merkte man sehr schnell „Können wir gar nicht mehr“ und Soundcheckzeit zum noch schnell Proben gab es auch keine.

Den letzten Song von der Band „Finn“ noch mitgenommen und dann auf die Terrorgruppe gewartet. Draussen war es noch ungewöhnlich Hell drinnen drängelte sich die Waltroper Jugend. Die Band hatte nur 70 Minuten Spielzeit. Was das „Fundamental“ Set ziemlich zusammenstauchte und nur drei Songs von dieser blieben überhaupt im Set. Was auch nicht viel ausmachte denn die Waltroper Landjugend ging total auf die Hits ab die gespielt wurden. Hier zeigten sich dann auch welche Songs vom „Fundamental“ Album noch auf der nächsten (und vorerst letzten) Tour gespielt werden sollen.

Eine Zugabe gab es diesmal nicht. Das Konzert endete mit einem Sänger ohne Bekleidung mit einer Feuerwerksfontäne im hintern. Extra für die CDU. Nach ende des Konzertes wurde auch Flugs verkündet das Griechenland die WM gewonnen hatte. Sämtliche anwesenden Griechischen Gastwirte verteilten Ouzo an jeden. Ablehnen ging nicht. Wenigstens 2 mussten getrunken werden. Essen gab es ebenfalls gleich, und Umsonst, für völlig fremde Leute. War schon sehr faszinierend zu sehen wie die feiern können.

Setlist Terrorgruppe:

Intro
Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland
Hedonistische Heilsfront
Marylin
Die Gesellschaft ist Schuld das ich so bin
Namen Vergessen
Opa
Stay Away from the Good Guys
Allein gegen Alle
Ozonlochlied
Der Rhein ist tot
Kathedralen
Sonntag Morgen
ACAB
Schöner Strand
Ernst August
Angela
Wir müssen raus

Irgendwann um 5 Uhr morgens zuhause gewesen, vorher hatten uns die Griechen nicht weggelassen. Ich war allerdings nüchtern weil die auch verstanden das ich noch Autofahren musste. Aber vollgefressen bis oben hin. Nächstes Konzert dann Kontrastprogramm.
 

 

0098 – Kelly Family – Duisburg Innenhafen – 19.6.04

Das ganze war das Geburtstagsfestival für den Duisburger Innenhafen. Komplett Kostenfrei, mit einigen Bands und so auch die Kelly Family. Ich bin dann mal hingefahren. Das ganze war gut Organisiert, hunderte freie Parkplätze. Alles gut beschildert und gut zu finden. Die Band hatte gerade ihr (vorerst letztes) Album Homerun veröffentlicht. Welches aber im Gegensatz zu den Vorgängern ein verdammt düsteres Album war mit Themen wie Kindersoldaten, Selbstmord etc. Schwere Kost die auch noch durch die Instrumentalisierung erst recht schwer wurde. Die „Luftigkeit“ mit der schwere Themen früher einfacher Transportiert wurden war längst verflogen. Das Album und die Singles daraus floppten regelrecht. Knappe 100 Minuten Spielzeit hatte die Band und spielte bis auf ein paar der Hits nur Songs von diesem Album.

Das Publikum nahm dies eher mit Ablehnung zur Kenntnis. Nach der aktuellen Single und dem darauffolgenden „Why Why Why“ dachten sich viele wohl auch „Why?“ und gingen. Zumal die Band mittlerweile nur noch aus einem Bruchteil der ehemaligen Mitglieder bestand und durch mehrere Gastmusiker verstärkt wurde. Sonst wäre das ein Quartett gewesen.

Das die Band dann noch mehr Songs von dem Album spielte brachte auch weitere Teile des Publikums zum gehen. Waren am Anfang noch ca. 1000 Leute da waren es zu „The Wolf“ vielleicht noch 200 und man konnte bequem bis vorne an die Bühne laufen. Man merkte der Band auch an das die eher weniger Glücklich mit dem verlauf war und das Konzert nur noch schnell zu Ende bringen wollte, genau wie das rest Publikum. Das sich nach „Brother Brother“ ohne Klatschen quasi umdrehte und ging. Irgendwie seltsamer Tag. Das schwere Set passte überhaupt nicht zu einem Hafengeburtstag und das aktuelle Album war eh schon ein grandioser Flop. Diese Tour sollte erst einmal die letzte sein. Es gab dann nur noch Projekte wie Kirchenkonzerte oder ein paar Zirkusauftritte. Aber auch nur mit teilen der Familie. Auf den Reunionskonzerten wurde das Album hier auch komplett ausgeklammert. Irgendwie ein komischer Tag.

Setlist:

Pray
Babylon
Street Kid
Carry my Soul
Flip a Coin
Why Why Why
Ill be there
Walking
So many things
Blood
San Jose
What if Love
Fell in Love with an Alien
The Wolf
Everybody is Beautiful
Lord, if you can hear my Prayer
If i should fall behind
Brother Brother 
 

 

0099 – Tanzende Kadaver – Wolfenbüttel Wendessener Mühle – 27.6.04

Das ganze war ein Festival, quasi direkt neben dem Jägermeisterwerk und blöderweise sollte die Band die ich sehen wollte gleich als erstes um 13:30 spielen. Braunschweig waren damals in etwa 350km also um 8:30 los. Überraschend gut durchgekommen und bereits um 11:30 da gewesen. Schon am Ortseingangsschild nahm man den ekeligen Geruch von Jägermeister war. Was damals gerade wieder so ein „In-Getränk“ wurde in Form von Jägermeister – Red Bull. Trinkt so etwas noch jemand?

Es war auf dem Platz sogar schon was los. Es gab einen Trödelmarkt bis 13 Uhr. Ein paar Spiele gekauft ein paar CDs und die „2000 Mädchen“ Vinyl von Die Ärzte, für 5€. Guter Preis.

Kurzen Blick auf das LineUp gesehen und gleich gesehen das als 3. die asozialen (Superhelden) spielen sollten. Ich hätte zwar gerne den Headliner noch gesehen (weiss aber gar nicht mehr wer das war irgendwie) und dann beschlossen gleich nach den Kadavern wieder zu gehen. Nochmal wollte ich mir das sicher nicht antun.

Die erste Band braucht beim Soundcheck immer Länger weil auch gleich die Anlage mitgecheckt wird. So 30-40 Leute waren schon da. Aber das Publikum erinnerte eher an ein Stillleben als an ein Publikum. Gut es war 13:30 und die erste Band, da war nicht mehr zu erwarten. Die Band nahm das ganze als Anlass für eine öffentliche Probe und einige Songs die erst auf dem nächsten Album (Della Morte, Dell‘Amore) drauf sein sollten, zu spielen. „Es ist Wahr“ ist eigentlich eine uralte Demo, und Eva II, welches damals auf dem zweiten (und dritten) Konzert der Band gespielt wurde. Ich fand das Super, dass Publikum konnte damit nichts Anfangen und Trank Bier. Vom aktuellen Album „… Die Frage ist Egal“ gab es als Premiere „Blut gefriert“ was ich nicht erwartet hätte. Denn der Song ist so wie er auf dem Album ist in der Bandbesetzung nicht spielbar gewesen. Sehr schön. Das Publikum wachte aber erst bei so den letzten 3 Songs auf, wovon immerhin zwei Misfits Coverversionen waren.

Danach war es auch schon zu Ende und ich war um 16 Uhr wieder zuhause. Da war es noch Hell. Kommt seltenst vor

Setlist:

Die Nachteile
Augen
Vampirflug
Direkt in die Zukunft
Blut gefriert
Skarabäus
Es ist wahr
20000 Volt
Kugel
Eva II
John Lennon lebt wieder
Haß auf Handy
Wenn der Wolf erwacht
Sex & Violence
Punkrocker
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