Sonntag, 19. April 2020

0097 – Olut, Die Kassierer – Arnsberg Zero Club – 18.6.04

Rückenschmerzen auskuriert und wieder ins Münsterland, allerdings war die Strecke echt ätzend weit. Damals gab es ja noch kein Google Maps so das man sich auf die Navigationssysteme verlassen muss die es damals gab. Meist war man verlassen. Irgendwann nach einer Odyssee dann doch angekommen. Der Zero Club ist ein sehr netter und auch recht großer Club (gewesen). Die Bühne war allerdings nicht die größte. Soundcheck dauerte etwas länger einfach weil irgendwoher Rückkopplungen kamen. Irgendwann stellte es sich heraus das irgendein Handy für Einstrahlung sorgte. Das dauerte aber fast eine Stunde.

Sprich die Vorband hatte nur noch wenige Minuten Zeit bis Einlass. Bekamen gerade einen halben Song für den Soundcheck fertig. Das war so eine Hardcore Crossoverband, gar nicht mein Fall aber die Jungs waren Nett. Das Publikum feierte die Band, diese kommt immerhin auch aus Arnsberg hatte also viele bekannte da. 45 Minuten spielte die Band. Das Konzert war zudem mittlerweile ausverkauft.

Die Kassierer fingen gegen 21 Uhr an. Im Publikum entstand absolutes Pogochaos. Zig Leute waren nackt. Oder wenigstens halbnackt. Quasi durch das ganze Konzert zog sich die Forderung nach dem „Sauerlandlied“ wo die Band natürlich nicht mehr wusste wie das geht. Der Song ist aus den 90ern und wurde wohl noch nie Live gespielt. Irgendwo mittendrin gab es auch gleich noch einen Stromausfall. Wobei auch hier das ganze vom anwesenden Publikum mit singen des Sauerlandliedes überspielt wurde. Kurz vor Ende des Sets sprang auch noch wer auf die Bühne um dies zu Singen. Dabei war erstaunlich das Wölfi plötzlich doch den Text konnte und die Band das zu mindestens etwas improvisieren konnte. Nach der ersten Strophe ging dem mit singer allerdings der Text aus. Schade sonst wäre der Song wohl tatsächlich komplett gespielt worden. Aber so wurde das nix.

Allerdings war dann beim Publikum auch etwas die Luft raus und zum Zugabeblock wurd es deutlich ruhiger. Da waren die meisten wohl schon am Ende ihrer kräfte. Wohl passiert irgendwie öfters bei Konzerten im Sauerland, erst total abgehen. Am Ende dann schlapp machen. Noch beim Abbauen geholfen was in etwa eine Stunde in anspruch nahm. Auf dem Rückweg noch in Arnsberg kräftig verfahren und stand dann irgendwann erst dem THW vor dem Tor. Dann der Feuerwehr und irgendwann war ich dann doch auf der Autobahn.

Setlist:

Intro
Besoffen sein
Sex mit dem Sozialarbeiter
Das Politische Lied
Mein Gehirn, dein Gehirn
Mein Vater war ein Hurenbock
Blumenkohl am Pillemann
Komm mach die Titten frei
Kuckuck
Warum ich immer so traurig bin
Dr. Martens
Klagegesang einer Katze
Kein Geld für Bier
Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche
Das Lied vom Hass
Whole Lotta Rosie
Showblock
Älterer Herr
Die Kassierer was ist das eigentlich? 2
Schnaps und Bier
Großes Glied
Frauenarzt
Kommste mit ins Stadion
Deutsche Polizisten
Sauerlandlied
Haschisch aus Amsterdam
UFO
Smoke on the Water
Tot, tot, tot

Aussenbordmotor
Stinkmösenpolka


0096 – Tape, Die Ärzte – Münster Halle Münsterland – 7.6.04

Rücken ging es mittlerweile etwas besser, war ein eingeklemmter Nerv, grandios. Am Vortag noch beim Arzt gewesen der das behoben hat. Trotzdem mies geschlafen und die vielen Konzerte gehen doch an die Substanz. Immerhin das letzte Konzert für mich der Tour, und bis 2008 auch das letzte Die Ärzte Konzert.

Die Halle Münsterland ist eigentlich ganz hübsch nur die Kronleuchter an der Decke sehen irgendwie komisch aus. Allerdings ist das ganze auch eine Kongresshalle und kein Punkrockschuppen. Freie Platzwahl, also nahm ich mir einen Sitzplatz, diesmal aber so das keiner vor mir stehen konnte. Die Vorband war „Tape“ die waren langweilig. So langweilig das ich eingeschlafen bin direkt beim ersten Song. Ist mir noch nie passiert so etwas. Aber verpasst habe ich wohl nix. Die fand keiner jetzt wirklich gut.

Die Wartezeit war recht kurz zwischen den Bands. Bis Die Ärzte anfingen vergingen gerade mal 20 Minuten. Es gab wieder das zweite Set. Wobei diesmal „Mondo Bondage“ leider durch „Punkbabies“ ersetzt wurde. Auch hier blieb die Band wieder dem „1 Song vom Album gegen einen anderen wechseln treu“ wenn auch etwas anders. Der Song „Punkbabies“ ist von der 5,6,7,8 Bullenstaat CD, die zum Warmspielen genutzt wurde für das 2001er Album „Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer“ CD. Die Songs stammen quasi aus der gleichen Studiosession. Sonst blieb alles wie in Düsseldorf. Das Hauptproblem war, es gab keine Stimmung. Also wirklich gar keine. Mehr als den Höflichkeitsapplaus gab es nicht und manchmal nicht mal diesen. Die Band wusste auch nicht so recht wie sie damit umgehen sollten und spielten ihr Set, mit hin und wieder mal einer Ansage. Immerhin konnte der Unplugged Block diesmal nicht die Stimmung töten. Es gab eh keine. Die Band versuchte es final sogar mit „Geschwisterliebe“ mit der Konsequenz das bis auf, geschätzte 100 Leute weder mitsangen noch den Song überhaupt kannten. Ich hörte hinter mir noch „Hat der Song denn keinen Text“. Allgemein kam es mir so vor als hätten alle die bei mir im Sitzplatzblock waren noch die etwas von dieser Band gehört und die Karten irgendwoher umsonst bekommen. Man hätte auch Pappfiguren hinstellen können. Das Konzert war regelrecht langweilig und die Band spulte nur ihr Programm runter. Leider kein guter Abschluss der Tour für mich.

Setlist:
Intro
Nicht allein
Radio brennt
Alleine in der Nacht
Ein Lied für dich
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Komm zurück
Ruhig angehn
Punkbabies
Sweet Sweet Gwendoline
Geisterhaus
1/2 Lovesong
Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas!
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Blumen
Sommer, Palmen, Sonnenschein
Die Nacht
Rebell
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Zitroneneis
Frank'n'stein
Monsterparty

Manchmal haben Frauen...
Elke
Der Ritt auf dem Schmetterling (Instrumental)
Westerland
Zu spät

0095 – La Vela Puerca, Die Ärzte – Dortmund Westfalenhalle – 5.6.04

Immer noch Rückenschmerzen. Zwar besser aber immer noch ekelig. Zum Glück Sitzplatzkarten gehabt. Dummerweise nur 2. Reihe im Sitzplatzblock. Die Westfalenhalle war riesig für Die Ärzteverhältnisse. Leider. Die Band funktioniert in kleineren Hallen eigentlich deutlich besser. Vorband waren „La Vela Puerca“ schon wieder. Aber gut, besser als Union Youth. Welche ja mittlerweile rausgeflogen waren. La Vela Puerca ist es aus der Heimat gewohnt vor so viel Publikum zu spielen. Entsprechend souverän war die Show. Allerdings war das Publikum längst nicht mit dem aus Düsseldorf zu vergleichen. Nervig, die, die vor mir gesessen haben standen immer wieder auf. Ein Security kam, forderte diese zum Hinsetzen auf, ging weg. 3 Minuten später standen diese wieder. Ein Security kam, dass setze sich das komplette La Vela Puerca Set so fort. Als Überraschung spielten La Vela Puerca und Die Ärzte einen Song zusammen. La Bamba. Ironischerweise haben Die Ärzte diesen Anno 1984 hin und wieder mal gespielt.

Setlist

Potosi
Manana
El ojo moro
Caldon precoz
Lienos de Magia
Por Dentro
Titas Rebuscado
Alta Magia
Paren Hoy
El Profeta
La Bamba junos con Die Ärzte
Gente

Diesmal war leider kein Hells Angel da. Umbaupause war fix durch. Die Ärzte fingen mit „Nicht allein“ an und schon wieder standen die Deppen. So ohne Rücksicht auf Leute die sitzen wollen/mussten. Und wieder kam Security. Aber diesmal gabs die Ansage „Noch einmal, und ihr fliegt!“ das hielt immerhin bis zur ersten Zugabe. Set 1 war wieder an der Reihe. Allerdings mit kleinen Änderungen. „Ich weiss nicht (ob es Liebe ist)“ flog raus, und wurde durch „Für Immer“ ersetzt. Meinen All-Time Favoriten aus den 80er Jahren der Band. Um mich herum kannte den Song natürlich niemand. Auch der Stehplatzbereich war verdächtig still. Aber es ist eines der Lieblingssongs von Farin und dem war das egal. Vor allem war die Band am Ende selbst überrascht das sie den Song hinbekamen. Quasi mein Highlight war damit durch, und das Konzert konnte gar nicht so schlecht werden. Allerdings flog ein anderer Song des Albums raus. „Wie am ersten Tag“. Die Band blieb also bei der Verteilung der Songs pro Album.

Beim ersten Zugabepart fing das Aufgestehe wieder an. Und erst bei Schrei nach Liebe reagiert die Security, die Typen hab ich dann nicht mehr gesehen. Zum Glück. Diesmal lief der Unpluggedpart aus dem Ruder. Scheinbar war die Band in Improvisationslaune und versuchte sich an „Meine (Ex)plodierte Freundin“ dies scheiterte bei der 2. Strophe aber massiv. Nach Monsterparty probierte sich die Band dann auch noch an „Dauerwelle vs. Minipli“ was als Zugabe bei dem Unplugged gespielt wurde. Allerdings mit Strom. Diesmal gab es das Unplugged. Zum ersten Mal. Funktionierte auch. Der letzte Zugabenblock verlief dann aber ohne Überraschungen und nach Zu Spät war Ende.

Dafür gab es dann Fahrchaos. Irgendwie mussten alle über eine(!) Ausfahrt raus weil die zweite wohl Baustelle war. 2 Stunden dauerte das. Nervig und immer noch Rückenschmerzen obwohl die Sitze in der Halle echt gut waren. Am Tag darauf erst einmal zum Arzt für Fitspritzen.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Ignorama
Angeber
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Für immer
Der Optimist
T-Error
Sweet Sweet Gwendoline
Anti-Zombie
1/2 Lovesong
Meine Freunde
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Popstar
Ein Sommer nur für mich
Die Nacht
Revolution '94 / Kopfüber in die Hölle
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Roter Minirock
Frank'n'stein
Meine Ex(plodierte Freundin)
Monsterparty
Dauerwelle vs. Minipli

Der Graf
Elke
Westerland
Zu spät

0094 – La Vela Puerca, Die Ärzte – Düsseldorf Philipshalle 4.6.04

Immer noch Rückenschmerzen aus der Hölle. Trotzdem ohne Karte hin und gleich wen gefunden der verzweifelt versuchte die Karte seiner kranken Freundin los zu werden. Wollte 5€, hab ihm 10€ gegeben. Gleichen Sitzplatz wie den Tag davor, und der gleiche Sitznachbar wie dem Tag zuvor. Diesmal wollte ich Bier holen aber das war gleich abgelehnt worden und ich bekam wieder eines. Sehr nett.

Diesmal hat keiner Vor uns gesessen oder gestanden. Zum Glück. La Vela Puerca waren Vorband, welch eine Erholung im Gegensatz zu „5 Sterne Deluxe“ Auch der Sound war diesmal sehr gut. Anders als in Köln oder Grefrath. Das Publikum war so aus dem Häusschen das die Band spontan einen Song mehr spielen durfte.

Auch der Band machte das ganze viel mehr Spass als die zwei Gigs die ich zuvor gesehen hatte.

Setlist:

Potosi
Manana
El ojo moro
Caldo Precoz
Pro Dentro
El viejo
Tias Rebuscado
Alta Magia
Paren Hoy
El Profeta
Genta

Bei die Ärzte stand Set 1 auf dem Plan, welches aber im Gegensatz zu Köln einige Variationen hatte. Es gab also noch „Alternativsongs“ für jedes der Sets. Statt „Angeber“ gab es hier „Ein Lied für dich“. „Punkbabies“ wurde noch zwischen geschoben. Genau wie „Mondo Bondage“. Die Band rechnete wohl mit einem sehr aufgedrehten Publikum. Was auch so war, zwar nicht ganz so extrem wie am Vortag aber immer noch deutlich besser als die Gigs die ich zuvor hatte. „Blumen“ machte es ebenfalls ins Set, leider anstelle von „Popstar“. Wirkte fast so als ersetzte man Regelmäßig Songs von einem Album durch einen anderen Song von ebendiesen.

Nach Rebell war aber erstmal Zugabenpause angesagt. Wobei sich hier im Gegensatz zu Köln nichts mehr änderte und auch hier wieder. Der Unplugged Teil tötete die Stimmung massiv. Da half auch „Manchmal haben Frauen“ nicht mehr viel. Man merkte im letzten Teil das die Zuschauer auch von gestern noch ziemlich platt waren und die Stimmung flaute langsam ab. So ging das Konzert recht unspektakulär Zu Ende. Und auch nach Zu Spät gab es kaum noch Zugabenrufe. Aber trotzdem waren die beiden Düsseldorf Konzerte bis dahin die besten der Tour die ich gesehen habe. Als Spoiler. Besser wurde es auch nicht.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Alleine in der Nacht
Ein Lied für dich
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Komm zurück
Ruhig angehn
Punkbabies
Sweet Sweet Gwendoline
Geisterhaus
Lady
1/2 Lovesong
Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas!
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Blumen
Sommer, Palmen, Sonnenschein
Die Nacht
Rebell
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Zitroneneis
Frank'n'stein
Monsterparty

Manchmal haben Frauen...
Elke
Westerland
Zu spät

Mittwoch, 15. April 2020

0093 – 5 Sterne Deluxe, Die Ärzte – Düsseldorf Philipshalle – 3.6.04

Eigentlich hatte ich recht wenig Lust auf den Gig. Da die Köln Konzerte schon nicht das Gelbe vom Ei waren hatte ich schlimme befürchtungen. Zudem hatte ich ganz ekelige Rückenschmerzen. Naja trotzdem hin, eine 28€ Karte verfallen lassen geht ja auch nicht. Zum Einlass da gewesen und sie an, der lief komplett gesittet. Ohne Gedrängel, Geschiebe und ärger. 2001 hab ich hier noch in der ersten Reihe gestanden. Heute ging ich auf den Sitzplatz. Es war freie Platzwahl und von der Tribüne auf der gegenüberliegende Seite hatte man sehr gute sicht. 2 Plätze neben mir machte es sich einer der Hells Angels gemütlich der mir wohl ansah das ich verdammte Rückenschmerzen hatte und mir ungefragt ein Bier mitbrachte. Sehr Nett. Tja dann fing die Vorband an „3 Champagneros ADVC“ hießen die und es waren. 5 Sterne Deluxe. Auf die hatte sich ja jeder besonders gefreut. Ungefähr so sehr wie auf Brechdurchfall. Ich habe selten erlebt das eine Vorband schon während des ersten „Songs“ ausgepfiffen werden. Hier war das vor allem auch noch angebracht. Das war so dermaßen übel. Wenn dir 8000 Leute den Mittelfinger zeigen machst du defintiv was falsch. Zitat von meinem Sitznachbarn „Wenn die noch einen Song machen hol ICH die von der Bühne“. Zum Glück für die Band war es auch vorbei. 5 Sterne Deluxe haben diesen Aufritt immer noch in den Knochen wie ein Interview 15 Jahre später zeigte. Zu recht. Hab davon auch keine Setlist. Fragt gar nicht erst.

Irgendwann um 9 fingen dann auch die Ärzte an. Mit dem Tourset 1. Vor uns in der Sitzplatzreihe wollten Leute aufstehen was mir und dem Biker die Sicht nahm. Die wurden von diesem aber gleich freundlich gebeten sich entweder Hinzusetzen oder sich in den Stehplatzbereich zu verziehen. Gut wir hatten dann freie Sicht. Das Publikum selbst war von Anfang an voll da, und kannte jeden Text. Selbst die neuen Songs waren komplett Textsicher drin. Der Unpluggedpart hingegen killte die Stimmung wieder so etwas, immerhin war mittlerweile ein anderer Song dabei. Roter Minirock statt Zitroneneis. Aber die meisten nutzten die Zeit um kurz Getränke zu holen.
Nach Westerland verfiel die Band aber in inprovisationslaune und wollte noch was besonderes bieten und spielten. „Spitz wie Lumpi“ dass ist eigentlich ein Soilent Grün Song von 1981. Rufe nach Teddybär wurden laut, aber mehr als eine Strophe brachte die Band nicht zu stande. Genau wie bei Langweilig wo nach dem ersten Refrain der Text nicht mehr zusammen kam. Nach Zu Spät gab es dann noch Dauerwelle vs. Minipli und dann war es auch leider zu Ende. Aber dieses Konzert war richtig gut, so dass ich spontan entschlossen habe auch am Folgetag hinzufahren. Ohne Ticket.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Ignorama
Angeber
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Ich weiß nicht (ob es Liebe ist)
Der Optimist
T-Error
Sweet Sweet Gwendoline
Anti-Zombie
1/2 Lovesong
Meine Freunde
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Popstar
Ein Sommer nur für mich
Die Nacht
Revolution '94 / Kopfüber in die Hölle
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Roter Minirock
Frank'n'stein
Monsterparty

Der Graf
Elke
Du willst mich küssen
Westerland
Spitz wie Lumpi
Teddybär
Langweilig
Zu spät
Dauerwelle vs. Minipli

0092 – Capricom, Stigma, Die Toten Hosen – Meerbusch Turbinen Halle – 27.5.04

Eine Band die „Die Jungs von der Opel Gang“ heißt. In Meerbusch spielt was genau neben Düsseldorf liegt (Die Turbinenhalle liegt sogar genau auf der grenze) und das ganze auch noch von Wöllis „Rock am Turm“ präsentiert wurde. Wer könnte DAS nur sein? Fix 3 Karten gekauft (für je 15€) und einen Freund gefragt ob dieser mitwill. Antwort war Ja und da war das Konzert schon ausverkauft. Glücklicherweise passte es auch in meine anderen Konzerttermine, die Sommermonate waren echt ziemlich voll und auf einige Bands musste ich sogar verzichten, weil zwei Konzerte gleichzeitig geht ja nicht.

Die Turbinenhalle ist genau das, eine alte Industriehalle in die man eine Bühne und 2 Theken gestellt hat und man stopfte sehr viele Leute rein, schon zur ersten Vorband war es brechend voll und natürlich warteten alle auf die Toten Hosen. Entsprechend schwer hatten es Capricom, die irgendwie klangen wie Planlos und Stigma, die auch irgendwie klangen wie Planlos nur auf englisch überhaupt Publikumsreaktion zu bekommen. Je 30 Minuten hatten die Bands. War halt ok, aber mehr auch nicht.

Für die Hosen war dies einerseits ein Freundschaftsgig für ihren ehemaligen Schlagzeuger andererseits einer um sich für die großen Festivals, Rock am Ring und Rock im Park einzuspielen. Zudem wurden ein paar nummern des neuen Albums zum ersten mal Live gespielt. Teilweise noch mit etwas anderem Text. Zudem wurden auch drei Songs von der Friss oder Stirb EP gespielt. Wovon zwei nach den Aufwärmkonzerten und den Festivals nie wieder Live gespielt wurden. Als besonderer Gast fungierte einmal Tim, Kuddels Sohn (der mittlerweile eigene Bands hat) beim Container-Lied an der Gitarre und Wölli bei Opel-Gang und Bis zum bitteren Ende.

Der ganz neue Song versteckte sich hier noch als „Vorwärts und zurück“ auf der Setlist. Später hieß der „Zurück zum Glück“ und war der Titelsong des Album. Welches ein Problem hat. Dort sind eigentlich einige sehr starke Songs drauf, aber diese sind unheimlich sperrig und teilweise müssen die echt Jahre reifen. Ich fand das Album zu release absolut furchtbar, mittlerweile ist es in meiner Top 5. Alleine schon wegen Songs wie „Am Ende“ oder eben „Zurück zum Glück“.

Die Stimmung schwankte massiv. Die meisten konnten mit den neueren Songs fast nichts anfangen, und nur bei den Hits kam auch nur begrenzt Stimmung auf. Gerade um die Songs der „Friss oder Stirb“ EP war es da schade, die sind nämlich richtig gut. Allerdings waren meiner Meinung nach deutlich zu viele Coverversionen bei, 6 Stück an der Zahl. Allerdings war genau bei denen die beste Stimmung. Irgendwie komisches Publikum

Mit 120 Minuten war das ganze für das erste Konzert nach 2002 (sieht man von einigen Geheimen Auftritten ab) doch recht lang. Die Heimat verlief absolut Ereignislos irgendwie.

Setlist:

Intro
Friss oder Stirb
Song 2
Auswärtsspiel
Niemals einer Meinung
Schön sein
Cokane in my Brain
Zurück zum Glück
Hier kommt Alex
Weil du nur einmal lebst
Was zählt
Wünsch dir was
Alles wird vorrüber gehen
Paradies
Wir sind das Volk
Container Lied
Madelaine (aus Lüdenscheid)
Steh auf wenn du am Boden bist
Goodbye Garageland
Should i stay or should i go
Nur zu besuch
Pushed Again
Bayern
Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)
Schönen gruß, auf Wiedersehen

Mad World
Call of the Wild
Zehn kleine Jägermeister
Düsseldorf Hymne
Opel Gang
Bis zum bitteren Ende

Rockaway beach
All die ganzen Jahre
Wort zum Sonntag
Walk On

0091 – Brigade S., Die Kassierer – Bochum Bahnhof Langendreer – 26.5.04

Das Konzert war das etwas vorgezogene 20 Jahre Jubiläumskonzert was eigentlich hätte als LiveDVD erscheinen sollen, aber dann nie tat. Wölfi hätte das ganze schneiden müssen, und dass war ihm dann zu viel Arbeit.

Entsprechend war ein Filmteam vor Ort, und da die mehr Kameras als Leute hatten wurde ich gleich mit eingespannt. Das kommt davon wenn man zum Soundcheck da ist. Immerhin konnte man dadurch oben auf die Tribüne, die war für normales Publikum gesperrt, einfach weil der durchschnittliche „Die Kassierer“ Konzertbesucher gerne mal Bier von oben runterkippt. Soundcheck dauerte ewig, schon alleine weil da noch eine recht komplexe Tonaufnahme für eben diese nie erschienene DVD dran hin. Währenddessen brauchte die Vorband „Brigade S.“ nur knappe 10 Minuten.

Der Einlass verlief schleppend, vor allem weil die Asselpunks alle versuchten irgendwelche Bierflaschen mit reinzuschmuggeln. Was das ganze abgetaste massive Verzögerte. Zur Vorband waren dann die letzten durch. „Brigade S.“ spielen Punkrock mit Skineinflüssen, aber auf einem eher humorvollen Niveau. Kam beim Publikum wohl recht gut an, und da war nicht gerade sanfter Pogo im Innenraum. Gut das ich oben Stand bzw. auch in den Backstage kam. Denn irgendwie wurde es sehr heiß dort oben. Ohne Getränke wäre das schwierig und ich hatte sogar einen eigenen Security das keine normalen Besucher nach oben konnten.

Setlist Brigade S.

Brigade S.
Punkrockpolizei
Street Boy
Aso Pack
Die Polizei
Ich brauche Kohle
Polnisches Lied
Anna Möse
Gabberalarm
Mädchen von Wanne Eickel
Onkel Eckart
Böse
Wir gehen ins Stadion
Wanne Eickel
Brigade S.

Dann die Kassierer, die Konzerte sind immer so schwer zu beschreiben. Wölfi trinkt auf der Bühne Bier. Das Publikum zieht sich aus. Wölfi zieht sich auf der Bühne aus. Das Publikum trinkt Bier. Im Grunde gab es die Standartshow die nach dem neuen Album eingeführt wurde. Sprich viele Songs von dem die fast alle nicht mehr gespielt werden mittlerweile und die Klassiker halt. Am Ende gab es ungewöhnlicherweise nnoch eine weitere Zugabe. Dies ist sehr selten gewesen zu der Zeit. War aber einerseits dem sehr guten Publikum und auch der DVD Produktion geschuldet. Das Konzert war gut. Aber halt auch ein normales Kassierer Konzert. Leider ist die DVD ja nichts geworden. Schade um das an sich schöne Material.

Setlist:

Intro
Besoffen sein
Sex mit dem Sozialarbeiter
Das Politische Lied
Mein Gehirn, dein Gehirn
Mein Vater war ein Hurenbock
Blumenkohl am Pillemann
Komm mach die Titten frei
Kuckuck
Warum ich immer so traurig bin
Dr. Martens
Klagegesang einer Katze
Kein Geld für Bier
Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche
Das Lied vom Hass
Whole Lotta Rosie
Showblock
Älterer Herr
Ausserirdischer, wo befindet sich dein After
Schnaps und Bier
Großes Glied
Frauenarzt
Kommste mit ins Stadion
Deutsche Polizisten
Haschisch aus Amsterdam
UFO
Smoke on the Water
Tot, tot, tot

Aussenbordmotor
Stinkmösenpolka

Underberg