Freitag, 4. März 2016

0034 – Die Toten Hosen – Oberhausen Arena – 22.12.2002



Das mittlerweile 5. Konzert der Auswärtsspieltour für mich, immerhin war für diesen Tourteil wohl eine neue Setlist versprochen, und an mein erstes Konzert in der Arena hatte ich noch gute Erinnerungen.

Diesmal waren wieder einige Freunde dabei so dass ich nicht selbst fahren musste. Schon am Einlass ist eine völlig Asoziale und Unfreundliche Security aufgefallen. Jeder der nicht innerhalb einer hundertstel Sekunde seine Taschen ausleerte wurde gleich völlig unsanft behandelt. Auch im Innenraum ging das so weiter. Die Halle hatte ein ziemlich beschissenes Sicherheitskonzept. Im Innenraum waren Fluchtwege vorgesehen. Diese wurden durch eine gelbe Linie gekennzeichnet. Sonst nix. Wer durch Gedrängel diese Linie auch nur einen Millimeter(!) übertrat wurde von der Security gleich mal brutal zurück geschubst. Später wurden Leute sogar rausgeführt als sie versehentlich mit dem ganzen Körper in den abgetrennten Bereich kamen. Zum 1. Zugabe Block hatten sich wohl einige Leute beschwert jedenfalls tauchte dann so ein Obersecurity auf und ermahnte seine Leute was dem ganzen etwas die härte genommen hatte. Trotzdem welcher Idiot denkt sich bitte so ein Konzept aus? Und welcher Idiot stellt sollte Brutalosecurity ein? 

Die Vorband waren „The Briefs“ und stink langweilig. Die 40 Minuten kamen einen wie Stunden vor, weg konnte man ja auch nicht. Zum rauskommen hätte man die heilige Linie übertreten müssen. Ich möchte das Hosen Set dieses Konzertes jetzt nicht mit dem auf der Loreley vergleichen, aber mit dem „normalen“ Köln Tourset. So sonderlich groß war der Unterschied nämlich dann auch nur, nur dass großteilig Songs die mir gefallen (Wofür man lebt!) durch Mist wie „Madelaine aus Lüdenscheid“ ersetzt wurden. Auch sonst hielten sich die Änderungen in Engen grenzen. Immerhin, „Should i Stay or should i go now“ wurde durch das sehr selten gespielte „Police on my Back“ ersetzt, was dem kürzlich verstorbenen Ronalds Biggs gewidmet wurde. „Guantanamera“ „Call oft he Wild“ „Graue Panther“ und „Opelgang“ wurden auch ersetzt. Dafür schlichen sich einige Songs der WeihnachtsCD ins Set. Leider nicht „Frohes Fest“ . Sondern die „üblichen Verdächtigen“ wie „Weihnachtsmann vom Dach“ und „Auld Langs Syne“ und „Little Drummer Boy“ sowie „Stille Nacht, heilige Nacht“ „We wish you a Merry Xmas“ und „Still Still Still“ Da vor allem letztere 3 eher kurz sind macht das im Endeffekt zwar kaum mehr Spielzeit aus. Auch die The Boys Nummer „First Time“ fand sich mal wieder im Set. 

Und ja, in der Trackliste stehen auch „Westerland“ von Die Ärzte und „Highway to Hell“ von ACDC, diese wurden aber nicht von den Hosen gespielt, sondern von einer Band bestehend aus ihrer Crew.  Ironischerweise kochte die Stimmung gerade bei „Westerland“ während das Publikum, da wo ich stand, sonst sehr verhalten war. Ich hab aus Gesprächen aber mitbekommen das dies für einige bereits das 3-6 Konzert war und irgendwie das ganze sehr routiniert runtergespielt wurde. Das war auch mein Eindruck. Die Band spulte ihr Programm ab. Nicht mehr und nicht weniger. Ich war jedenfalls auch froh dass dies mein letztes Konzert der Tour war, währe der Auftritt auf dem Bizarre nicht gewesen, dies wäre wohl das durchschnittlichste Hosenkonzert des Jahres für mich. Und leider auch das letzte mal das ich Songs wie „Venceremos“ gehört habe. 

Auch das rauskommen aus der Halle war nicht so ganz einfach, die Security hatte einige Ausgänge und Bereiche der Halle bereits geschlossen. So das die komplette Masse sich auf wenige Ausgänge verteilen musste. Auch hier, welcher Idiot denkt sich sowas aus? 

Setlist:
Intro (Sirtaki)
Auswärtsspiel!
Liebesspieler
Du lebst nur einmal (vorher)
Schön sein
Was zählt
Madelaine (aus Lüdenscheid)
Paradies
Bonnie & Clyde
Hier kommt Alex
Wünsch DIR was
Venceremos - Wir werden siegen
Steh auf, wenn du am Boden bist
Cokane in my brain
Niemals einer Meinung
Nur zu Besuch
Unsterblich
Pushed again
Police on my back
Weihnachtsmann vom Dach
Bayern
Zehn kleine Jägermeister
Schönen Gruß, auf Wiedersehen
Hang on Sloopy
We wish you a merry christmas
Little drummer boy
Still, still, still
Bis zum bitteren Ende
First time
Kein Alkohol

Highway to hell 
Westerland

Alles aus Liebe
Stille Nacht, heilige Nacht
Auld lang syne

All die ganzen Jahre
Wort zum Sonntag
You′ll never walk alone

Download: https://mega.co.nz/#F!0EwQBbbY!Dy1STX-z9KtaoL6-BPEBBA

0033 - New Model Army - Köln - Palladium - 21.12.02

Mal wieder Justin Sull.. oh diesmal ist es New Model Army. An den Gig erinnere ich mich zumindestens besser als an die Justin Sullivan sachen. Leider war der Gig im Palladium, eine alte ranzig Fabrikhalle wo nur der Vorraum mit der Bar was taugt. In der Halle sind sowohl sicht als auch akustik meistens völlig bescheiden.  War hier überraschenderweise auch so.

Gerade bei beiden Vorbands 4Lyn und Blackmail ist das aufgefallen, man verstand im Grunde überhaupt nichts. Entsprechend nervig war das ganze, dabei sind Blackmail eigentlich richtig gut.

Bei New Model Army war es dann besser, aber immer noch weit weg von gut. Immerhin war die Stimmung gut, bei Band und beim Publikum so, dass die 110 Minuten Show doch sehr kurzweilig. Auch wenn ich die meisten Songs noch nicht mal kannte.

Intro
Whirlwind
Over the Wire
Orange Tree Roads
Aimless Desire
Innocence
51st State
Sunset
Vanity
Believe it
Here comes the War
Marrakesh
Flying thorught the Smoke
Purity
No rest
Bad Old World
Get me out
Green and Grey
A Liberal Education
Stupid Questions
Wonderful Way to Go

Stranger
I love the World

0032 - TV Smith - Düsseldorf - AK47 - 19.12.02

Oh mein erstes TV Smith Konzert (Aktuell 4.3.2016 bin ich bei 120 nur so als Warnung) Wolf Kadaver sagte noch "GEH DAHIN!" also ging ich.

Das AK47 wirkt nicht nur wie ein besetztes Haus, es ist eines. Fenster? Türen? Luxus! Jeder weiss das Fenster und Türen den Kapitalismus repräsentieren, genauso wie Getränkekisten!.Ich schweife ab.

Wohlgemerkt es war Winter und draussen -5°C, Wärmer wars im AK47 auch nicht. Zum Soundcheck da gewesen (Überraschung..) Eintritt war glaub ich ein 5er. Und es war überraschend wie schnell sich das AK47 füllte, 100 Personen in wenigen Minuten immerhin wurds dann auch entsprechend Warm und irgendwann gegen 9 legte TV los. Und das AK47 war am Kochen. Songs kannte ich wohlgemerkt nur die auf der Useless, wobei ich Titel wie "Like a Rocket" oder "Bombsite Boy" schon damals beim ersten hören wesentlich besser fand als alles was auf der Useless ist. Aber die Useless ist eben ein Best-Off und nicht ein "Komische Songs die sowieso nur einer Mag..." Zusammenstellung. Der Gig ging ziemlich genau 165 Minuten und nach Ende war auch jeder fertig. Hab dann auch noch die damalig aktuelle "Not a Bad Day" gekauft, und ich liebe das Album bis heute. Ist es doch komplett anders als die anderen TV Smith Alben. Revolution - The Same ist eh völlig unterbewertet. Sollte TV öfters spielen. Apropos, damals gabs ja den Sequenzer noch, den TV dann irgendwann 2003 weglies.

Erwähnte ich das Düsseldorf eine Verkehrsführung aus der Hölle hat?

1     Like A Rocket          
2     March Of The Giants          
3     Immortal Rich          
4     This Year, Next Year...          
5     The Future Used To Be Better          
6     What If?          
7     Not A Bad Day          
8     For Every Hit There's A Miss          
9     Gather Your Things And Go          
10     Roll Like A River          
11     Driver Or Passenger          
12     One Million Pounds          
13     Lord's Prayer          
14     New Church          
15     Soon As I Found It I Lost It          
16     Your Ticket Out Of Here          
17     Earthbound          
18     Sugar Crash          
19     Tomahawk Cruise          
20     The Day We Caught The Big Fish          
21     I Know What You Want          
22     Swimming In The Flood          
23     Only One Flavour          
24     No Time To Be 21          
25     Gary Gilmore's Eyes          
26     Bored Teenagers          
27     One Chord Wonders          
28     Lion And The Lamb     with sequencer    
29     Expensive Being Poor     with sequencer    
30     Es Stoert Mich Nicht     with sequencer    
31     The World Just Got Smaller Again     with sequencer    
32     Generation Y          
33     Statute Of Liberty     with sequencer    
34     Useless          

35     Thin Green Line          
36     Bombsite Boy          
37     My String Will Snap          
38     Luxury In Exile     with sequencer    
39     Runaway Train Driver     with sequencer

0031 - Shakira - Köln Arena - 12.12.2002

Ohja, Shakira, damals sehr schwer in, alleine wegen "Whenever, Wherever" obwohl dies ja nur eine Übersetzung des Originaltitels ist. Shakira wurde damals in Deutschland auch ziemlich "Ausgeschlachtet" Singles in mehreren Version, Alben in mehrere Versionen. Natürlich alle mit anderen Bonustracks, die dreisterweise nicht einmal wirklich neu waren sondern von älteren spanischen Versionen der Singles kamen, oder eben richtig miese Remixe.

Shakira jedenfalls ging auf Welttour, und landete so auch in Köln, Karten natürlich arschteuer, ergo nur Oberrang genommen, für 35Euro. Vor dem Konzert, übrigens pünktlich zum Einlass und nicht zu früh. Dort tauschte ein älterer Herr mit mir die Karte, ich bekam seine Unterrang Karte, rechte Seite näher an der Bühne, weil ich zufällig eine Karte für den Block hatte wo seine frau saß.

Noch beim Merchandising vorbei geschaut und die Preise waren überraschend Human, 10 Euro für ein T-Shirt war echt ok. Ging Punkt 8 Los mit der Vorband "Kinky" war nichts besonders für mich, aber zu Shakira passte Hardrock eigentlich gar nicht. So kam "Kinky" auch nicht sonderlich gut an.

Shakira fing pünklich um 9 Uhr an. War natürlich eine fast komplett durchinszenierte Show mit großer Videoleinwand, durchgeplanter Choreographie (Kerzenständer auf dem Kopf bei Whenever etc..) und auch Umziehpausen. Aber komplett Live, so oft wie Sie sich versungen hat, völlig in der Tonlage vergriff. Das plant man vorher nicht. Bei "Objection (Tango)" wäre Shakira sogar fast von der Bühne gefallen und das sah nicht gerade Inszeniert aus. Die Band leistete sich auch den ein oder anderen Verspieler. Aber eben das macht Live ja aus, perfekt? Da kann man gleich die CD hören. 120 Minuten ging das ganze, sogar einige alte spanische Songs waren im Set die hierzulande niemand kannte. Schöner Gig.

Weniger schön war das nach Hause kommen, 3 Stunden im Parkhaus gestanden es ging nichts vor und nichts zurück. Kurz danach, freie Fahrt. Sehr seltsam. Setlist müsste so gewesen sein

Ojos Asì
Si te vas
Fool
The One
Dude
Back in Black
Rules
Inevitable
Underneath your Clothes
Estoy aquì
Octavo dia
Ready for the Good Times
Te dejo Madrid
Un Poco de Amor
Poem to a Horse

Obejection (Tango)

Whenever, Whereever