Samstag, 25. April 2020

0102 – Meerweg, Itchiycoo, The Wohlstandskinder – Emmerich Rock over Kiebitzsee 30.7.04

Wenn die Wohlstandskinder schon im Nachbardorf spielen kann man ja auch hingehen, ich weiss nicht mehr was das gekostet hat. War nicht viel jedenfalls. Das Festival stand in den folgenden Jahren auch dann massiv auf der Kippe. Ein (neu)Anwohner hat sich über die Lautstärke beschwert obwohl 10 Jahre vorher nichts dergleichen passierte. War irgendwann gegen Nachmittag da, die erste Band verpasst. Die zweite waren Meerweg aus Emmerich. Netter Rock mit teilweise deutschen Texten. Nichts großartiges aber ganz Nett. Gefühlte 100 Leute waren da wovon aber einige im See schwimmen waren. Die zweite Band waren Itchiycoo, keine Ahnung mehr wo die herkamen, war ebenfalls eher softer Rock auch nichts was ich wirklich in Erinnerung hatte.

Zu den Wohlstandskindern wurde es plötzlich voll, diese brachten nicht nur ihre eigenen Fans mit sondern holten auch noch viele andere Leute dazu. Geschätzt 300-400 Leute waren wohl da. Dafür war der kleine Platz nicht gerade ausgelegt und es gab ziemlich viel drücken und Schubsen, eher unangenehm. Mit laufe des Konzertes wurde es aber auch merklich entspannter. Die Band spielte 80 Minuten lang, etwa 20 Minuten kürzer als üblich. Halt ein Best-Off Set. Für ein Festival war das Super. Um 21:30 war dann aber auch gleich Schluss. Wegen Lärmschutz und Naturschutzgebiet. Die Band hätte wohl gerne noch einen Song gespielt aber das ging nicht mehr.

War ein schönes kleines Festival, und nur 20 Minuten bis nach Hause.

Setlist:

Intro
Lautstärke, Baby
6 Milliarden und ich
Du, ich und wir 2
Ein anderes Wort
Es gibt keine Balladen mehr
Groschenromantik
Reiss das Fenster auf
Rosa Radio
Einer von Milliarden
Die Masse von Nebenan
Sommer ist
Lass alles
Penthouse Bewohner
Dein Jesus
Das Grau unserer Zeit
Kein Radiosong
Ein Tor war es nicht
Die Welt von Mitteleuropa ausgelegt

Der Staat ist Nett
Wir sehen uns in Las Vegas wieder


0101 – Dancepeople, Wonderwall, Kamary Philips, Treble, Sandy, Overground, Preluders – Moyland Schlosspark Courage Festival – 17.7.04

Ja, ich bin da nochmal hingegangen weil a.) ein Freund hinwollte, b.) mein Cousin und der war da erst 13. Ich wurde also abgestellt dahin zu gehen. Einlass war super träge und vor allem die Schlange lang. Es gibt dort nur einen Einlass, und dort auch nur 4 Zugänge, wo hinter jedem so larifari abgetastet wird auf der Suche nach Getränken und Essbarem, damit der Cateringbertreiber vor Ort seine, selbst für Konzerte, teuren Getränke und Essen verkaufen kann. Einen Biergarten und eine zweite Bühne für die Eltern gab es auch, dort hatten Kinder theoretisch keinen Zutritt, liefen aber auch genug herum. Einen guten Job machte die Security nicht gerade. Die hatten alle keinen Bock. Den Anfang der Coverband mitbekommen, war ganz gut. Aber ich wollte tatsächlich Wonderwall sehen. Diese spielten allerdings schon in etwas anderer Besetzung als das letzte mal wo ich die gesehen hatte. War ganz nett. Aber mit 30 Minuten Spielzeit sehr kurz, zudem die einzige Band die ich sehen wollte.

Setlist: Wonderwall

A Little Long Time
Flying
Sure
This is
Big Bang
Bubblin
Just more

Dancepeople.de waren so eine Tanzgruppe die immer während der Umbaupause da rumgetanzt hat. Dahinter wurde einfach kurz umgebaut. Danach trat auf „Kamary Phillips“ eigentlich Schauspieler. Aner damals war irgendwie Trend das jeder Schauspieler auch Musik macht. War ganz nette Mischung aus Folk und Rock, aber irgendwie total deplaziert dort.

Setlist Kamary Phillips

Warum
Turn ou on
Sunshine
Maybe Tomorrow
5 Minutes
Every Little Thing

Treble war ein zusammenschluss von 2 Schwestern und einer Musiklehrerin aus den Niederlanden deren Texte teilweise auf Englisch als auch in einer Phantasiesprache waren. Die zwei Kinder und die Musiklehrerin tourten durch Straßen, Cafes und wurden irgendwann „Entdeckt“ zu großer Bekanntheit ausserhalb der Niederlande kam es aber nie. War auch ganz ok für die 20 Minuten die das dauerte.

Hatte mich mittlerweile auf einen Schattigen Platz zurückgezogen, die Sonne war echt heftig. Allerdings zogen ein paar dunkle Wolken auf. Als nächstes war „Sandy“ dran. Ex-No Angels, diese hatte die Band verlassen um ihre „Solo-Karriere“ zu machen und „ihr eigenes Ding“. Warum klingt „Das eigene Ding“ bei so Popsängerinnen eigentlich immer wie das Vorgängerprojekt? Die Songs hätten auch von den No Angels sein können und man hätte das nicht bemerkt. Ausserdem gab es nur drei Songs. Mehr waren noch nicht mal Produziert.

Setlist Sandy:

Unexpected
Tell me
Unnatural Blonde

Dann wurde es furchtbar. Damals lief ja noch „Popstars“ die mal wieder „Bands“ gecastet hatten, diesmal gleich zwei davon. Preluders, mit weiblicher Besetzung und Overground mit männlicher Besetzung. Das ganze war fast genau so furchtbar wie Bro‘Sis das ja zu vor. Albernes rumgehampel zu Playback Musik. Den Anfang machten Overground, die bereits wieder auf dem absteigenden Ast waren, die gerade aktuelle Single erreicht schon nur noch Platz 10 und die Vorgängersingle nur Platz 9 und das trotz massenhaft Werbung. Das ganze war echt Furchtbar. Ausserdem wurde es auch noch verdammt kalt. Aber ich konnte ja nicht weg. Meine Mitfahrer waren nicht zu sehen.

Setlist Overground:

One for da Money
I wanna sex you up
Nur du
Gib mir eine Nähe
Schick mir einen Engel
Beat Box
Tanz mit mir
Der letzte Stern
Aus und Vorbei

Danach die Preluders, dass war im Grunde das gleiche nur in weiblicher Besetzung. Deren „Stern“ versank noch schneller als der von Overground. Schon das zweite Album kam und die Singles dümpelten schon nur noch auf Platz 28. bzw 21. der Charts herum. Auch hier gab es nur getanze zu Playback.

Setlist: Preluders

Everyday Girl
Hotter than you
Catch me
Born to Love
Unknown
Losing my Religion
Everyday Girl

Meine Begleiter kamen natürlich pünktlich zum letzten Song und wollten gehen. Eigentlich ja schon vorher aber die hatten noch welche getroffen die sie kannten. Toll. Also ab nach Hause, fing auch gerade an zu regnen.

0100 – Mutabor, Terrorgruppe – Waltrop Parkfest – 4.7.04

Waltrop, liegt irgendwo bei Dortmund und ist eine nette Kleinstadt die einen riesigen Park hat. Dort findet alljährlich das Waltroper Parkfest. So groß wie der Park ist auch das Fest. Mehrere Bühnen. Kunstmarkt. Trödelmarkt und mehr. Das ganze für nur (ich meine es waren) 7€.

Sogar Parken konnte man richtig gut. Auf dem Gelände dann erst einmal umsehen. Hatte neben der Terrorgruppe noch Mutabor auf der „Liste“ zum Gucken. Das ganze ist so eine Genremischung aus Punk. Reggae, Ska. Folk, Pop. Mit ohne Schuhe rumspringenden Sänger. War ganz Nett für eine Stunde. Dann war es ja auch schon Vorbei. Um 18 Uhr an der Zeltbühne gewesen wo die Terrorgruppe spielen sollte. Im Backstage ging derweil ein Leserbrief aus der lokalen Zeitung herum den ich hier mal mit hochlade. 



Die Idee den Typ einzuladen wurde allerdings schnell wieder vergessen. Ein Anruf dort brachte nur zu Tage das die Frau es peinlich fand und der Herr war nicht zu sprechen. So Typisch CDU, erst große Klappe dann kommt nichts mehr. Die Band hatte auch kurz überlegt „Schäfleinliebe“, „Katholikenska“ oder gar „CDU“ zu spielen. Nur merkte man sehr schnell „Können wir gar nicht mehr“ und Soundcheckzeit zum noch schnell Proben gab es auch keine.

Den letzten Song von der Band „Finn“ noch mitgenommen und dann auf die Terrorgruppe gewartet. Draussen war es noch ungewöhnlich Hell drinnen drängelte sich die Waltroper Jugend. Die Band hatte nur 70 Minuten Spielzeit. Was das „Fundamental“ Set ziemlich zusammenstauchte und nur drei Songs von dieser blieben überhaupt im Set. Was auch nicht viel ausmachte denn die Waltroper Landjugend ging total auf die Hits ab die gespielt wurden. Hier zeigten sich dann auch welche Songs vom „Fundamental“ Album noch auf der nächsten (und vorerst letzten) Tour gespielt werden sollen.

Eine Zugabe gab es diesmal nicht. Das Konzert endete mit einem Sänger ohne Bekleidung mit einer Feuerwerksfontäne im hintern. Extra für die CDU. Nach ende des Konzertes wurde auch Flugs verkündet das Griechenland die WM gewonnen hatte. Sämtliche anwesenden Griechischen Gastwirte verteilten Ouzo an jeden. Ablehnen ging nicht. Wenigstens 2 mussten getrunken werden. Essen gab es ebenfalls gleich, und Umsonst, für völlig fremde Leute. War schon sehr faszinierend zu sehen wie die feiern können.

Setlist Terrorgruppe:

Intro
Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland
Hedonistische Heilsfront
Marylin
Die Gesellschaft ist Schuld das ich so bin
Namen Vergessen
Opa
Stay Away from the Good Guys
Allein gegen Alle
Ozonlochlied
Der Rhein ist tot
Kathedralen
Sonntag Morgen
ACAB
Schöner Strand
Ernst August
Angela
Wir müssen raus

Irgendwann um 5 Uhr morgens zuhause gewesen, vorher hatten uns die Griechen nicht weggelassen. Ich war allerdings nüchtern weil die auch verstanden das ich noch Autofahren musste. Aber vollgefressen bis oben hin. Nächstes Konzert dann Kontrastprogramm.
 

 

0098 – Kelly Family – Duisburg Innenhafen – 19.6.04

Das ganze war das Geburtstagsfestival für den Duisburger Innenhafen. Komplett Kostenfrei, mit einigen Bands und so auch die Kelly Family. Ich bin dann mal hingefahren. Das ganze war gut Organisiert, hunderte freie Parkplätze. Alles gut beschildert und gut zu finden. Die Band hatte gerade ihr (vorerst letztes) Album Homerun veröffentlicht. Welches aber im Gegensatz zu den Vorgängern ein verdammt düsteres Album war mit Themen wie Kindersoldaten, Selbstmord etc. Schwere Kost die auch noch durch die Instrumentalisierung erst recht schwer wurde. Die „Luftigkeit“ mit der schwere Themen früher einfacher Transportiert wurden war längst verflogen. Das Album und die Singles daraus floppten regelrecht. Knappe 100 Minuten Spielzeit hatte die Band und spielte bis auf ein paar der Hits nur Songs von diesem Album.

Das Publikum nahm dies eher mit Ablehnung zur Kenntnis. Nach der aktuellen Single und dem darauffolgenden „Why Why Why“ dachten sich viele wohl auch „Why?“ und gingen. Zumal die Band mittlerweile nur noch aus einem Bruchteil der ehemaligen Mitglieder bestand und durch mehrere Gastmusiker verstärkt wurde. Sonst wäre das ein Quartett gewesen.

Das die Band dann noch mehr Songs von dem Album spielte brachte auch weitere Teile des Publikums zum gehen. Waren am Anfang noch ca. 1000 Leute da waren es zu „The Wolf“ vielleicht noch 200 und man konnte bequem bis vorne an die Bühne laufen. Man merkte der Band auch an das die eher weniger Glücklich mit dem verlauf war und das Konzert nur noch schnell zu Ende bringen wollte, genau wie das rest Publikum. Das sich nach „Brother Brother“ ohne Klatschen quasi umdrehte und ging. Irgendwie seltsamer Tag. Das schwere Set passte überhaupt nicht zu einem Hafengeburtstag und das aktuelle Album war eh schon ein grandioser Flop. Diese Tour sollte erst einmal die letzte sein. Es gab dann nur noch Projekte wie Kirchenkonzerte oder ein paar Zirkusauftritte. Aber auch nur mit teilen der Familie. Auf den Reunionskonzerten wurde das Album hier auch komplett ausgeklammert. Irgendwie ein komischer Tag.

Setlist:

Pray
Babylon
Street Kid
Carry my Soul
Flip a Coin
Why Why Why
Ill be there
Walking
So many things
Blood
San Jose
What if Love
Fell in Love with an Alien
The Wolf
Everybody is Beautiful
Lord, if you can hear my Prayer
If i should fall behind
Brother Brother 
 

 

0099 – Tanzende Kadaver – Wolfenbüttel Wendessener Mühle – 27.6.04

Das ganze war ein Festival, quasi direkt neben dem Jägermeisterwerk und blöderweise sollte die Band die ich sehen wollte gleich als erstes um 13:30 spielen. Braunschweig waren damals in etwa 350km also um 8:30 los. Überraschend gut durchgekommen und bereits um 11:30 da gewesen. Schon am Ortseingangsschild nahm man den ekeligen Geruch von Jägermeister war. Was damals gerade wieder so ein „In-Getränk“ wurde in Form von Jägermeister – Red Bull. Trinkt so etwas noch jemand?

Es war auf dem Platz sogar schon was los. Es gab einen Trödelmarkt bis 13 Uhr. Ein paar Spiele gekauft ein paar CDs und die „2000 Mädchen“ Vinyl von Die Ärzte, für 5€. Guter Preis.

Kurzen Blick auf das LineUp gesehen und gleich gesehen das als 3. die asozialen (Superhelden) spielen sollten. Ich hätte zwar gerne den Headliner noch gesehen (weiss aber gar nicht mehr wer das war irgendwie) und dann beschlossen gleich nach den Kadavern wieder zu gehen. Nochmal wollte ich mir das sicher nicht antun.

Die erste Band braucht beim Soundcheck immer Länger weil auch gleich die Anlage mitgecheckt wird. So 30-40 Leute waren schon da. Aber das Publikum erinnerte eher an ein Stillleben als an ein Publikum. Gut es war 13:30 und die erste Band, da war nicht mehr zu erwarten. Die Band nahm das ganze als Anlass für eine öffentliche Probe und einige Songs die erst auf dem nächsten Album (Della Morte, Dell‘Amore) drauf sein sollten, zu spielen. „Es ist Wahr“ ist eigentlich eine uralte Demo, und Eva II, welches damals auf dem zweiten (und dritten) Konzert der Band gespielt wurde. Ich fand das Super, dass Publikum konnte damit nichts Anfangen und Trank Bier. Vom aktuellen Album „… Die Frage ist Egal“ gab es als Premiere „Blut gefriert“ was ich nicht erwartet hätte. Denn der Song ist so wie er auf dem Album ist in der Bandbesetzung nicht spielbar gewesen. Sehr schön. Das Publikum wachte aber erst bei so den letzten 3 Songs auf, wovon immerhin zwei Misfits Coverversionen waren.

Danach war es auch schon zu Ende und ich war um 16 Uhr wieder zuhause. Da war es noch Hell. Kommt seltenst vor

Setlist:

Die Nachteile
Augen
Vampirflug
Direkt in die Zukunft
Blut gefriert
Skarabäus
Es ist wahr
20000 Volt
Kugel
Eva II
John Lennon lebt wieder
Haß auf Handy
Wenn der Wolf erwacht
Sex & Violence
Punkrocker
We are 138

Sonntag, 19. April 2020

0097 – Olut, Die Kassierer – Arnsberg Zero Club – 18.6.04

Rückenschmerzen auskuriert und wieder ins Münsterland, allerdings war die Strecke echt ätzend weit. Damals gab es ja noch kein Google Maps so das man sich auf die Navigationssysteme verlassen muss die es damals gab. Meist war man verlassen. Irgendwann nach einer Odyssee dann doch angekommen. Der Zero Club ist ein sehr netter und auch recht großer Club (gewesen). Die Bühne war allerdings nicht die größte. Soundcheck dauerte etwas länger einfach weil irgendwoher Rückkopplungen kamen. Irgendwann stellte es sich heraus das irgendein Handy für Einstrahlung sorgte. Das dauerte aber fast eine Stunde.

Sprich die Vorband hatte nur noch wenige Minuten Zeit bis Einlass. Bekamen gerade einen halben Song für den Soundcheck fertig. Das war so eine Hardcore Crossoverband, gar nicht mein Fall aber die Jungs waren Nett. Das Publikum feierte die Band, diese kommt immerhin auch aus Arnsberg hatte also viele bekannte da. 45 Minuten spielte die Band. Das Konzert war zudem mittlerweile ausverkauft.

Die Kassierer fingen gegen 21 Uhr an. Im Publikum entstand absolutes Pogochaos. Zig Leute waren nackt. Oder wenigstens halbnackt. Quasi durch das ganze Konzert zog sich die Forderung nach dem „Sauerlandlied“ wo die Band natürlich nicht mehr wusste wie das geht. Der Song ist aus den 90ern und wurde wohl noch nie Live gespielt. Irgendwo mittendrin gab es auch gleich noch einen Stromausfall. Wobei auch hier das ganze vom anwesenden Publikum mit singen des Sauerlandliedes überspielt wurde. Kurz vor Ende des Sets sprang auch noch wer auf die Bühne um dies zu Singen. Dabei war erstaunlich das Wölfi plötzlich doch den Text konnte und die Band das zu mindestens etwas improvisieren konnte. Nach der ersten Strophe ging dem mit singer allerdings der Text aus. Schade sonst wäre der Song wohl tatsächlich komplett gespielt worden. Aber so wurde das nix.

Allerdings war dann beim Publikum auch etwas die Luft raus und zum Zugabeblock wurd es deutlich ruhiger. Da waren die meisten wohl schon am Ende ihrer kräfte. Wohl passiert irgendwie öfters bei Konzerten im Sauerland, erst total abgehen. Am Ende dann schlapp machen. Noch beim Abbauen geholfen was in etwa eine Stunde in anspruch nahm. Auf dem Rückweg noch in Arnsberg kräftig verfahren und stand dann irgendwann erst dem THW vor dem Tor. Dann der Feuerwehr und irgendwann war ich dann doch auf der Autobahn.

Setlist:

Intro
Besoffen sein
Sex mit dem Sozialarbeiter
Das Politische Lied
Mein Gehirn, dein Gehirn
Mein Vater war ein Hurenbock
Blumenkohl am Pillemann
Komm mach die Titten frei
Kuckuck
Warum ich immer so traurig bin
Dr. Martens
Klagegesang einer Katze
Kein Geld für Bier
Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche
Das Lied vom Hass
Whole Lotta Rosie
Showblock
Älterer Herr
Die Kassierer was ist das eigentlich? 2
Schnaps und Bier
Großes Glied
Frauenarzt
Kommste mit ins Stadion
Deutsche Polizisten
Sauerlandlied
Haschisch aus Amsterdam
UFO
Smoke on the Water
Tot, tot, tot

Aussenbordmotor
Stinkmösenpolka


0096 – Tape, Die Ärzte – Münster Halle Münsterland – 7.6.04

Rücken ging es mittlerweile etwas besser, war ein eingeklemmter Nerv, grandios. Am Vortag noch beim Arzt gewesen der das behoben hat. Trotzdem mies geschlafen und die vielen Konzerte gehen doch an die Substanz. Immerhin das letzte Konzert für mich der Tour, und bis 2008 auch das letzte Die Ärzte Konzert.

Die Halle Münsterland ist eigentlich ganz hübsch nur die Kronleuchter an der Decke sehen irgendwie komisch aus. Allerdings ist das ganze auch eine Kongresshalle und kein Punkrockschuppen. Freie Platzwahl, also nahm ich mir einen Sitzplatz, diesmal aber so das keiner vor mir stehen konnte. Die Vorband war „Tape“ die waren langweilig. So langweilig das ich eingeschlafen bin direkt beim ersten Song. Ist mir noch nie passiert so etwas. Aber verpasst habe ich wohl nix. Die fand keiner jetzt wirklich gut.

Die Wartezeit war recht kurz zwischen den Bands. Bis Die Ärzte anfingen vergingen gerade mal 20 Minuten. Es gab wieder das zweite Set. Wobei diesmal „Mondo Bondage“ leider durch „Punkbabies“ ersetzt wurde. Auch hier blieb die Band wieder dem „1 Song vom Album gegen einen anderen wechseln treu“ wenn auch etwas anders. Der Song „Punkbabies“ ist von der 5,6,7,8 Bullenstaat CD, die zum Warmspielen genutzt wurde für das 2001er Album „Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer“ CD. Die Songs stammen quasi aus der gleichen Studiosession. Sonst blieb alles wie in Düsseldorf. Das Hauptproblem war, es gab keine Stimmung. Also wirklich gar keine. Mehr als den Höflichkeitsapplaus gab es nicht und manchmal nicht mal diesen. Die Band wusste auch nicht so recht wie sie damit umgehen sollten und spielten ihr Set, mit hin und wieder mal einer Ansage. Immerhin konnte der Unplugged Block diesmal nicht die Stimmung töten. Es gab eh keine. Die Band versuchte es final sogar mit „Geschwisterliebe“ mit der Konsequenz das bis auf, geschätzte 100 Leute weder mitsangen noch den Song überhaupt kannten. Ich hörte hinter mir noch „Hat der Song denn keinen Text“. Allgemein kam es mir so vor als hätten alle die bei mir im Sitzplatzblock waren noch die etwas von dieser Band gehört und die Karten irgendwoher umsonst bekommen. Man hätte auch Pappfiguren hinstellen können. Das Konzert war regelrecht langweilig und die Band spulte nur ihr Programm runter. Leider kein guter Abschluss der Tour für mich.

Setlist:
Intro
Nicht allein
Radio brennt
Alleine in der Nacht
Ein Lied für dich
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Komm zurück
Ruhig angehn
Punkbabies
Sweet Sweet Gwendoline
Geisterhaus
1/2 Lovesong
Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas!
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Blumen
Sommer, Palmen, Sonnenschein
Die Nacht
Rebell
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Zitroneneis
Frank'n'stein
Monsterparty

Manchmal haben Frauen...
Elke
Der Ritt auf dem Schmetterling (Instrumental)
Westerland
Zu spät

0095 – La Vela Puerca, Die Ärzte – Dortmund Westfalenhalle – 5.6.04

Immer noch Rückenschmerzen. Zwar besser aber immer noch ekelig. Zum Glück Sitzplatzkarten gehabt. Dummerweise nur 2. Reihe im Sitzplatzblock. Die Westfalenhalle war riesig für Die Ärzteverhältnisse. Leider. Die Band funktioniert in kleineren Hallen eigentlich deutlich besser. Vorband waren „La Vela Puerca“ schon wieder. Aber gut, besser als Union Youth. Welche ja mittlerweile rausgeflogen waren. La Vela Puerca ist es aus der Heimat gewohnt vor so viel Publikum zu spielen. Entsprechend souverän war die Show. Allerdings war das Publikum längst nicht mit dem aus Düsseldorf zu vergleichen. Nervig, die, die vor mir gesessen haben standen immer wieder auf. Ein Security kam, forderte diese zum Hinsetzen auf, ging weg. 3 Minuten später standen diese wieder. Ein Security kam, dass setze sich das komplette La Vela Puerca Set so fort. Als Überraschung spielten La Vela Puerca und Die Ärzte einen Song zusammen. La Bamba. Ironischerweise haben Die Ärzte diesen Anno 1984 hin und wieder mal gespielt.

Setlist

Potosi
Manana
El ojo moro
Caldon precoz
Lienos de Magia
Por Dentro
Titas Rebuscado
Alta Magia
Paren Hoy
El Profeta
La Bamba junos con Die Ärzte
Gente

Diesmal war leider kein Hells Angel da. Umbaupause war fix durch. Die Ärzte fingen mit „Nicht allein“ an und schon wieder standen die Deppen. So ohne Rücksicht auf Leute die sitzen wollen/mussten. Und wieder kam Security. Aber diesmal gabs die Ansage „Noch einmal, und ihr fliegt!“ das hielt immerhin bis zur ersten Zugabe. Set 1 war wieder an der Reihe. Allerdings mit kleinen Änderungen. „Ich weiss nicht (ob es Liebe ist)“ flog raus, und wurde durch „Für Immer“ ersetzt. Meinen All-Time Favoriten aus den 80er Jahren der Band. Um mich herum kannte den Song natürlich niemand. Auch der Stehplatzbereich war verdächtig still. Aber es ist eines der Lieblingssongs von Farin und dem war das egal. Vor allem war die Band am Ende selbst überrascht das sie den Song hinbekamen. Quasi mein Highlight war damit durch, und das Konzert konnte gar nicht so schlecht werden. Allerdings flog ein anderer Song des Albums raus. „Wie am ersten Tag“. Die Band blieb also bei der Verteilung der Songs pro Album.

Beim ersten Zugabepart fing das Aufgestehe wieder an. Und erst bei Schrei nach Liebe reagiert die Security, die Typen hab ich dann nicht mehr gesehen. Zum Glück. Diesmal lief der Unpluggedpart aus dem Ruder. Scheinbar war die Band in Improvisationslaune und versuchte sich an „Meine (Ex)plodierte Freundin“ dies scheiterte bei der 2. Strophe aber massiv. Nach Monsterparty probierte sich die Band dann auch noch an „Dauerwelle vs. Minipli“ was als Zugabe bei dem Unplugged gespielt wurde. Allerdings mit Strom. Diesmal gab es das Unplugged. Zum ersten Mal. Funktionierte auch. Der letzte Zugabenblock verlief dann aber ohne Überraschungen und nach Zu Spät war Ende.

Dafür gab es dann Fahrchaos. Irgendwie mussten alle über eine(!) Ausfahrt raus weil die zweite wohl Baustelle war. 2 Stunden dauerte das. Nervig und immer noch Rückenschmerzen obwohl die Sitze in der Halle echt gut waren. Am Tag darauf erst einmal zum Arzt für Fitspritzen.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Ignorama
Angeber
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Für immer
Der Optimist
T-Error
Sweet Sweet Gwendoline
Anti-Zombie
1/2 Lovesong
Meine Freunde
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Popstar
Ein Sommer nur für mich
Die Nacht
Revolution '94 / Kopfüber in die Hölle
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Roter Minirock
Frank'n'stein
Meine Ex(plodierte Freundin)
Monsterparty
Dauerwelle vs. Minipli

Der Graf
Elke
Westerland
Zu spät

0094 – La Vela Puerca, Die Ärzte – Düsseldorf Philipshalle 4.6.04

Immer noch Rückenschmerzen aus der Hölle. Trotzdem ohne Karte hin und gleich wen gefunden der verzweifelt versuchte die Karte seiner kranken Freundin los zu werden. Wollte 5€, hab ihm 10€ gegeben. Gleichen Sitzplatz wie den Tag davor, und der gleiche Sitznachbar wie dem Tag zuvor. Diesmal wollte ich Bier holen aber das war gleich abgelehnt worden und ich bekam wieder eines. Sehr nett.

Diesmal hat keiner Vor uns gesessen oder gestanden. Zum Glück. La Vela Puerca waren Vorband, welch eine Erholung im Gegensatz zu „5 Sterne Deluxe“ Auch der Sound war diesmal sehr gut. Anders als in Köln oder Grefrath. Das Publikum war so aus dem Häusschen das die Band spontan einen Song mehr spielen durfte.

Auch der Band machte das ganze viel mehr Spass als die zwei Gigs die ich zuvor gesehen hatte.

Setlist:

Potosi
Manana
El ojo moro
Caldo Precoz
Pro Dentro
El viejo
Tias Rebuscado
Alta Magia
Paren Hoy
El Profeta
Genta

Bei die Ärzte stand Set 1 auf dem Plan, welches aber im Gegensatz zu Köln einige Variationen hatte. Es gab also noch „Alternativsongs“ für jedes der Sets. Statt „Angeber“ gab es hier „Ein Lied für dich“. „Punkbabies“ wurde noch zwischen geschoben. Genau wie „Mondo Bondage“. Die Band rechnete wohl mit einem sehr aufgedrehten Publikum. Was auch so war, zwar nicht ganz so extrem wie am Vortag aber immer noch deutlich besser als die Gigs die ich zuvor hatte. „Blumen“ machte es ebenfalls ins Set, leider anstelle von „Popstar“. Wirkte fast so als ersetzte man Regelmäßig Songs von einem Album durch einen anderen Song von ebendiesen.

Nach Rebell war aber erstmal Zugabenpause angesagt. Wobei sich hier im Gegensatz zu Köln nichts mehr änderte und auch hier wieder. Der Unplugged Teil tötete die Stimmung massiv. Da half auch „Manchmal haben Frauen“ nicht mehr viel. Man merkte im letzten Teil das die Zuschauer auch von gestern noch ziemlich platt waren und die Stimmung flaute langsam ab. So ging das Konzert recht unspektakulär Zu Ende. Und auch nach Zu Spät gab es kaum noch Zugabenrufe. Aber trotzdem waren die beiden Düsseldorf Konzerte bis dahin die besten der Tour die ich gesehen habe. Als Spoiler. Besser wurde es auch nicht.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Alleine in der Nacht
Ein Lied für dich
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Komm zurück
Ruhig angehn
Punkbabies
Sweet Sweet Gwendoline
Geisterhaus
Lady
1/2 Lovesong
Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas!
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Blumen
Sommer, Palmen, Sonnenschein
Die Nacht
Rebell
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Zitroneneis
Frank'n'stein
Monsterparty

Manchmal haben Frauen...
Elke
Westerland
Zu spät

Mittwoch, 15. April 2020

0093 – 5 Sterne Deluxe, Die Ärzte – Düsseldorf Philipshalle – 3.6.04

Eigentlich hatte ich recht wenig Lust auf den Gig. Da die Köln Konzerte schon nicht das Gelbe vom Ei waren hatte ich schlimme befürchtungen. Zudem hatte ich ganz ekelige Rückenschmerzen. Naja trotzdem hin, eine 28€ Karte verfallen lassen geht ja auch nicht. Zum Einlass da gewesen und sie an, der lief komplett gesittet. Ohne Gedrängel, Geschiebe und ärger. 2001 hab ich hier noch in der ersten Reihe gestanden. Heute ging ich auf den Sitzplatz. Es war freie Platzwahl und von der Tribüne auf der gegenüberliegende Seite hatte man sehr gute sicht. 2 Plätze neben mir machte es sich einer der Hells Angels gemütlich der mir wohl ansah das ich verdammte Rückenschmerzen hatte und mir ungefragt ein Bier mitbrachte. Sehr Nett. Tja dann fing die Vorband an „3 Champagneros ADVC“ hießen die und es waren. 5 Sterne Deluxe. Auf die hatte sich ja jeder besonders gefreut. Ungefähr so sehr wie auf Brechdurchfall. Ich habe selten erlebt das eine Vorband schon während des ersten „Songs“ ausgepfiffen werden. Hier war das vor allem auch noch angebracht. Das war so dermaßen übel. Wenn dir 8000 Leute den Mittelfinger zeigen machst du defintiv was falsch. Zitat von meinem Sitznachbarn „Wenn die noch einen Song machen hol ICH die von der Bühne“. Zum Glück für die Band war es auch vorbei. 5 Sterne Deluxe haben diesen Aufritt immer noch in den Knochen wie ein Interview 15 Jahre später zeigte. Zu recht. Hab davon auch keine Setlist. Fragt gar nicht erst.

Irgendwann um 9 fingen dann auch die Ärzte an. Mit dem Tourset 1. Vor uns in der Sitzplatzreihe wollten Leute aufstehen was mir und dem Biker die Sicht nahm. Die wurden von diesem aber gleich freundlich gebeten sich entweder Hinzusetzen oder sich in den Stehplatzbereich zu verziehen. Gut wir hatten dann freie Sicht. Das Publikum selbst war von Anfang an voll da, und kannte jeden Text. Selbst die neuen Songs waren komplett Textsicher drin. Der Unpluggedpart hingegen killte die Stimmung wieder so etwas, immerhin war mittlerweile ein anderer Song dabei. Roter Minirock statt Zitroneneis. Aber die meisten nutzten die Zeit um kurz Getränke zu holen.
Nach Westerland verfiel die Band aber in inprovisationslaune und wollte noch was besonderes bieten und spielten. „Spitz wie Lumpi“ dass ist eigentlich ein Soilent Grün Song von 1981. Rufe nach Teddybär wurden laut, aber mehr als eine Strophe brachte die Band nicht zu stande. Genau wie bei Langweilig wo nach dem ersten Refrain der Text nicht mehr zusammen kam. Nach Zu Spät gab es dann noch Dauerwelle vs. Minipli und dann war es auch leider zu Ende. Aber dieses Konzert war richtig gut, so dass ich spontan entschlossen habe auch am Folgetag hinzufahren. Ohne Ticket.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Ignorama
Angeber
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Ich weiß nicht (ob es Liebe ist)
Der Optimist
T-Error
Sweet Sweet Gwendoline
Anti-Zombie
1/2 Lovesong
Meine Freunde
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Popstar
Ein Sommer nur für mich
Die Nacht
Revolution '94 / Kopfüber in die Hölle
Schunder-Song

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Roter Minirock
Frank'n'stein
Monsterparty

Der Graf
Elke
Du willst mich küssen
Westerland
Spitz wie Lumpi
Teddybär
Langweilig
Zu spät
Dauerwelle vs. Minipli

0092 – Capricom, Stigma, Die Toten Hosen – Meerbusch Turbinen Halle – 27.5.04

Eine Band die „Die Jungs von der Opel Gang“ heißt. In Meerbusch spielt was genau neben Düsseldorf liegt (Die Turbinenhalle liegt sogar genau auf der grenze) und das ganze auch noch von Wöllis „Rock am Turm“ präsentiert wurde. Wer könnte DAS nur sein? Fix 3 Karten gekauft (für je 15€) und einen Freund gefragt ob dieser mitwill. Antwort war Ja und da war das Konzert schon ausverkauft. Glücklicherweise passte es auch in meine anderen Konzerttermine, die Sommermonate waren echt ziemlich voll und auf einige Bands musste ich sogar verzichten, weil zwei Konzerte gleichzeitig geht ja nicht.

Die Turbinenhalle ist genau das, eine alte Industriehalle in die man eine Bühne und 2 Theken gestellt hat und man stopfte sehr viele Leute rein, schon zur ersten Vorband war es brechend voll und natürlich warteten alle auf die Toten Hosen. Entsprechend schwer hatten es Capricom, die irgendwie klangen wie Planlos und Stigma, die auch irgendwie klangen wie Planlos nur auf englisch überhaupt Publikumsreaktion zu bekommen. Je 30 Minuten hatten die Bands. War halt ok, aber mehr auch nicht.

Für die Hosen war dies einerseits ein Freundschaftsgig für ihren ehemaligen Schlagzeuger andererseits einer um sich für die großen Festivals, Rock am Ring und Rock im Park einzuspielen. Zudem wurden ein paar nummern des neuen Albums zum ersten mal Live gespielt. Teilweise noch mit etwas anderem Text. Zudem wurden auch drei Songs von der Friss oder Stirb EP gespielt. Wovon zwei nach den Aufwärmkonzerten und den Festivals nie wieder Live gespielt wurden. Als besonderer Gast fungierte einmal Tim, Kuddels Sohn (der mittlerweile eigene Bands hat) beim Container-Lied an der Gitarre und Wölli bei Opel-Gang und Bis zum bitteren Ende.

Der ganz neue Song versteckte sich hier noch als „Vorwärts und zurück“ auf der Setlist. Später hieß der „Zurück zum Glück“ und war der Titelsong des Album. Welches ein Problem hat. Dort sind eigentlich einige sehr starke Songs drauf, aber diese sind unheimlich sperrig und teilweise müssen die echt Jahre reifen. Ich fand das Album zu release absolut furchtbar, mittlerweile ist es in meiner Top 5. Alleine schon wegen Songs wie „Am Ende“ oder eben „Zurück zum Glück“.

Die Stimmung schwankte massiv. Die meisten konnten mit den neueren Songs fast nichts anfangen, und nur bei den Hits kam auch nur begrenzt Stimmung auf. Gerade um die Songs der „Friss oder Stirb“ EP war es da schade, die sind nämlich richtig gut. Allerdings waren meiner Meinung nach deutlich zu viele Coverversionen bei, 6 Stück an der Zahl. Allerdings war genau bei denen die beste Stimmung. Irgendwie komisches Publikum

Mit 120 Minuten war das ganze für das erste Konzert nach 2002 (sieht man von einigen Geheimen Auftritten ab) doch recht lang. Die Heimat verlief absolut Ereignislos irgendwie.

Setlist:

Intro
Friss oder Stirb
Song 2
Auswärtsspiel
Niemals einer Meinung
Schön sein
Cokane in my Brain
Zurück zum Glück
Hier kommt Alex
Weil du nur einmal lebst
Was zählt
Wünsch dir was
Alles wird vorrüber gehen
Paradies
Wir sind das Volk
Container Lied
Madelaine (aus Lüdenscheid)
Steh auf wenn du am Boden bist
Goodbye Garageland
Should i stay or should i go
Nur zu besuch
Pushed Again
Bayern
Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)
Schönen gruß, auf Wiedersehen

Mad World
Call of the Wild
Zehn kleine Jägermeister
Düsseldorf Hymne
Opel Gang
Bis zum bitteren Ende

Rockaway beach
All die ganzen Jahre
Wort zum Sonntag
Walk On

0091 – Brigade S., Die Kassierer – Bochum Bahnhof Langendreer – 26.5.04

Das Konzert war das etwas vorgezogene 20 Jahre Jubiläumskonzert was eigentlich hätte als LiveDVD erscheinen sollen, aber dann nie tat. Wölfi hätte das ganze schneiden müssen, und dass war ihm dann zu viel Arbeit.

Entsprechend war ein Filmteam vor Ort, und da die mehr Kameras als Leute hatten wurde ich gleich mit eingespannt. Das kommt davon wenn man zum Soundcheck da ist. Immerhin konnte man dadurch oben auf die Tribüne, die war für normales Publikum gesperrt, einfach weil der durchschnittliche „Die Kassierer“ Konzertbesucher gerne mal Bier von oben runterkippt. Soundcheck dauerte ewig, schon alleine weil da noch eine recht komplexe Tonaufnahme für eben diese nie erschienene DVD dran hin. Währenddessen brauchte die Vorband „Brigade S.“ nur knappe 10 Minuten.

Der Einlass verlief schleppend, vor allem weil die Asselpunks alle versuchten irgendwelche Bierflaschen mit reinzuschmuggeln. Was das ganze abgetaste massive Verzögerte. Zur Vorband waren dann die letzten durch. „Brigade S.“ spielen Punkrock mit Skineinflüssen, aber auf einem eher humorvollen Niveau. Kam beim Publikum wohl recht gut an, und da war nicht gerade sanfter Pogo im Innenraum. Gut das ich oben Stand bzw. auch in den Backstage kam. Denn irgendwie wurde es sehr heiß dort oben. Ohne Getränke wäre das schwierig und ich hatte sogar einen eigenen Security das keine normalen Besucher nach oben konnten.

Setlist Brigade S.

Brigade S.
Punkrockpolizei
Street Boy
Aso Pack
Die Polizei
Ich brauche Kohle
Polnisches Lied
Anna Möse
Gabberalarm
Mädchen von Wanne Eickel
Onkel Eckart
Böse
Wir gehen ins Stadion
Wanne Eickel
Brigade S.

Dann die Kassierer, die Konzerte sind immer so schwer zu beschreiben. Wölfi trinkt auf der Bühne Bier. Das Publikum zieht sich aus. Wölfi zieht sich auf der Bühne aus. Das Publikum trinkt Bier. Im Grunde gab es die Standartshow die nach dem neuen Album eingeführt wurde. Sprich viele Songs von dem die fast alle nicht mehr gespielt werden mittlerweile und die Klassiker halt. Am Ende gab es ungewöhnlicherweise nnoch eine weitere Zugabe. Dies ist sehr selten gewesen zu der Zeit. War aber einerseits dem sehr guten Publikum und auch der DVD Produktion geschuldet. Das Konzert war gut. Aber halt auch ein normales Kassierer Konzert. Leider ist die DVD ja nichts geworden. Schade um das an sich schöne Material.

Setlist:

Intro
Besoffen sein
Sex mit dem Sozialarbeiter
Das Politische Lied
Mein Gehirn, dein Gehirn
Mein Vater war ein Hurenbock
Blumenkohl am Pillemann
Komm mach die Titten frei
Kuckuck
Warum ich immer so traurig bin
Dr. Martens
Klagegesang einer Katze
Kein Geld für Bier
Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche
Das Lied vom Hass
Whole Lotta Rosie
Showblock
Älterer Herr
Ausserirdischer, wo befindet sich dein After
Schnaps und Bier
Großes Glied
Frauenarzt
Kommste mit ins Stadion
Deutsche Polizisten
Haschisch aus Amsterdam
UFO
Smoke on the Water
Tot, tot, tot

Aussenbordmotor
Stinkmösenpolka

Underberg

Dienstag, 14. April 2020

0090 – Union Youth, Die Ärzte – Köln Palladium – 25.5.04

Gleiche Halle, aber mit deutlich(!) entspannteren und deutlich älterem Publikum. Was allerdings gar nicht ging was diese Vorband, bis in die Haarspitzen Arrogant und dem Publikum den Mittelfinger zu zeigen nur weil es nach 5 Songs genug hat von einer schlechten Vorband und nicht applaudiert geht gar nicht. Auch Backstage muss sich die Band wohl die ein Rock am Ring Headliner aufgeführt haben, was dann auch dazu führte das alle weiteren Vorband Gigs gecancelt wurden. Dafür sprangen Tape und La Vela Puerca ein. Offiziell sagten Union Youth wegen Grippe ab. Das die rausgeworfen wurden kam erst später ans Licht.

Nachdem diese völlig überflüssige Band durch war kamen auch Die Ärzte. Die erst einmal leichte Startschwierigkeiten hatte den das Publikum war immer noch auf den „entsetzt“ über die Vorband Level. Allerdings wurde die Stimmung dann auch deutlich besser und das Publikum freute sich merklich über jeden Song und kannte auch deutlich mehr als nur einen Song. Die Band spielte hier „Setlist 2“ die einige andere Songs hatte. Neben dem sehr selten gespielten „Ruhig angehen“ vom aktuellen Album einiges an Klassikern und Frühwerken der Band. Auch „Komm zurück“ was für das Unplugged ausgegraben wurde fand sich im Set. Lediglich der Unpluggedpart entpuppte sich als Stimmungskiller, aber das war irgendwie auf jedem Konzert wo ich war so.

Seltsamerweise war auch der Ton deutlich besser als beim ersten Abend, gut war der zwar noch lange nicht aber wenigstens erträglich. Für mich das bisher beste Konzert der Tour. Aber da kam ja noch Düsseldorf.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Alleine in der Nacht
Angeber
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Komm zurück
Ruhig angehn
Sweet Sweet Gwendoline
Mondo Bondage
Geisterhaus
1/2 Lovesong
Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas!
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Popstar
Sommer, Palmen, Sonnenschein
Die Nacht
Rebell

Schunder-Song
Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Zitroneneis
Frank'n'stein
Monsterparty

Manchmal haben Frauen...
Elke
Westerland
Zu spät

0089 – La Vela Puerca, Die Ärzte – Köln Palladium – 24.5.04


Kann mir wer erklären warum ich immer wieder in dieser Halle lande? Naja und nicht nur die Halle war diesmal Problematisch, auch das unheim aggressive Publikum war das Problem. Schon beim Einlass wurde herumgeschubst, um sich geschlagen, und das meist von irgendwelchen halbstarken die in ihrem Leben noch nie auf einem Konzert waren und unbedingt als erste rein wollten und meinten von der Seite durch die Absperrung klettern zu können. Immerhin war die Security sehr aufmerksam und schickten die alle sofort zurück. Was den Einlass aber massiv verzögerte.

Irgendwann auch mal drin gewesen, und das Palladium ist immer noch scheiße. Eine schmuddelige dunkle kalte Industriehalle. Die auch so klingt. Merkte man besonders schon bei La Vela Puerca. Dagegen war der Sound in Grefrath noch richtig gut. Weiter hinten in der Halle war es wieder rum viel zu leise. Irgendwie gibt es keine gute Position dort. Auch das aggressive Publikum von Anfang war dann irgendwann drin und nervte jeden. Einige sind wohl später noch raus geflogen.
La Vela Puerca taten das beste was ging. Aber irgendwie kam keine wirkliche Stimmung auf. Muss recht frustrierend gewesen sein. Die Band ging quasi wortlos von der Bühne und über eine Stunde warten begann.

Setlist:

Potosi
Manana
El ojo Moro
Caldo Precoz
El viejo
Por Dentro
Titas Rebuscoado
Alta Magia
Peren Hoy
El Profeta
Gente

Auch die Ärzte hatten mit der doch eher mäßigen Stimmung massiv zu kämpfen, die Halle war voller Leute die nur Unrockbar und maximal Westerland kannten. Das schlug sich massiv auf die Stimmung vor Ort und vor allem auch auf die Band nieder die gefühlt immer lustloser und schneller durch die Songs hetzte nur bei Unrockbar bebte die Halle. Das hatte ich noch nie erlebt das es nur bei genau einem Song so passierte. Normalerweise umfasst das alle Hits, aber hier? Selbst bei Schrei nach Liebe war die Stimmung wieder nur mäßig. Irgendwie war ich froh das es vorbei ist. Allerdings hatte ich auch das Gefühl das die schlechte Stimmung mit an der Halle und der Temperatur in dieser gelegen hat. Angenehm war es nicht. Allerdings war dies Publikumstechnisch nur das zweitschlimmste Konzert der Tour.

Setlist:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Ignorama
Angeber
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Ich weiß nicht (ob es Liebe ist)
Der Optimist
T-Error
Sweet Sweet Gwendoline
Anti-Zombie
1/2 Lovesong
Meine Freunde
Wie am ersten Tag
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW MESMAAG
Popstar
Ein Sommer nur für mich
Die Nacht
Revolution '94 / Kopfüber in die Hölle

Schunder-Song
Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Biergourmet
Zitroneneis
Frank'n'stein
Monsterparty

Der Graf
Elke
Westerland
Zu spät

0088 – Kasa, die Asozialen Superhelden, Tanzende Kadaver/Telepilot 310 – Peine UJZ – 22.5.04

Erstmal nach Hamburg gefahren und wen abgeholt. Mal eben 150km Umweg und dann nach Peine. Das UJZ zu Suchen war etwas, sagen wir schwierig. Das liegt ausserhalb von Peine ganzen in der Prärie. Dort sind nur Felder, eine Straße und ganz am Ende dieser Straße ist das UJZ. Die hälfte davon besteht aus Holzbauten die an eine Steinhausruine gezimmert wurde. Hat absoluten Style, und der Laden und die Leute die ihn betreiben sind super Symapatisch.

Soundcheck von Kasa und den Tanzenden Kadavern verlief sehr Reibungslos und Flott. Beide Bands waren nach 20 Minuten fertig. Inkl Auf/Umbau. Dann die Asozialen Superhelden die brauchten über eine Stunde mit zig Sonderwünschen die kaum zu Erfüllen waren. Hier Delay, da Hall, womit die Technik überfordert war. So kleine Mischpulte sind halt doch sehr begrenzt und kein vergleich zu den heutigen Digitalen. Zudem bestand die Band auch auf den Mittelslot. Obwohl die eigentlich als letztes Spielen sollte. Weil die ihre Kumpels wohl nicht 2 Bands „ertragen lassen“ wollten. Schon das war ziemliches scheissverhalten. Kasa wollten eh anfangen, was die Kadaver nicht wollten, dass war kein Problem. Also blieb für die Kadaver nur der letzte Slot über.

Nach 2 weiteren Stunden ging es dann auch los, und immerhin ca. 60 Leute hatten sich in das UJZ begeben. Kasa, steht für Kartoffelsalat, spielten richtig guten deutschen Punkrock, die Band quetschte auch gleich mal 19 Songs in ihre Stunde Spielzeit. Da war auch ziemlich Pogo in dem Laden, was meist kontraproduktiv zu sehr flachen Bühnen ist, da lagen öfters ganze Trauben von Leuten auf der Bühne, aber ohne das was größeres passiert ist.

Setlist:

Halts Maul
Scheiss auf Deutschland
Produkt
Integriert
3 Bier
Heilige Kuh
Unterschied
Ob grün ob rot
Alarmzustand
Abschied
Vielleicht
Revolution
Freunde für eine Nacht
Freiheitskämpfer
Weit weg
Warum was wieso
70-90
Karibikinsel
Einmal bis zur Sonne
Arschlieder

Danach kamen die Asozialen Superhelden, die ihre eigenen Fans mitbrachten die pünktlich zum Gig reinkamen und auch pünktlich danach wieder gingen. Naja der miese Eindruck bestärkte mich, die Band war nicht nur super Arrogant auf der Bühne, sondern auch musikalisch noch richtig Kacke. Es gefiel auch nur den eigenen Fans, viele andere gingen dann bereits. Warum wurde uns auch dann klar. Der letzte Bus fährt in Peine um 21:30, man schaffte es nach dem „Superhelden“ Gig gerade so eben dahin und das wusste die Band auch, deswegen wollten die den zweiten Slot haben. Sprich sofort nach ende des Gigs wurde das UJZ ziemlich leer. Die Band machte sich dann auch gleich vom Acker nicht ohne einigen Leuten noch vorzuwerfen sie hätten Bandequipment beschädigt. So eine richtige Arschlochband halt. Zum Glück gibts die wohl nicht mehr.

Setlist:

All you want
Face of a Dozen
Nobody Knows
Disaper
Break the Circle
Lullaby
Crashed Emotion
Message in
Another State
Anything at all
What i do
Fall in Deep
Bittersweet Darkness
I think you know

Der Tanzende Kadaver Gig war kurz vorher noch in einen „Telepilot 310“ Gig umfunktioniert worden. Das ist ein Nebenprojekt mit englischen Titelen gewesen. Zudem waren eh nur noch 10-15 Leute da. Der Vorteil war, dem UJZ war egal wie lang die letzte Band spielt. Sprich man konnte nach dem normalen Set noch etwas weiter machen mit Songs die nicht geprobt waren oder nicht geplant waren. Den paar answesenden gefiel es auch ganz gut und die blieben auch bis zum Ende.

Setlist:

Telepilot 1-2-3-4 Go
S+M (Only Hurts the One you love)
Spring
Sad & Frustrated
Joey
I dont wanna go out with you tonight
Brainwash Barricades
Object
Uhh
About a Girl
Forever
Anyboty Out there
Waiting
Metropolis
Ive been diging up John Lennon
We bite
Sex and Violence

Old Farts
Something in the Way

Dann noch beim Abbau geholfen und zurück nach Hamburg, dort übernachtet und morgens zurück.


Montag, 13. April 2020

0087 – Crowfish, Die Parasiten – Krefeld Uerdingen Schymys Pub – 20.5.04

Shymy‘s Pub war eine kleine Kneipe direkt im Bahnhof Krefeld-Uerdingen, bestand quasi aus einem Tresen, und einer Bühne mit ungefähr Platz für 50-70 Leute, und es gab quasi jeden 2. Tag Konzerte. Der Pub existiert seit bestimmt 15 Jahren nicht mehr. Sehr schade drum. Auch eine der Bands die dort spielte „Die Parasiten“ existiert seit 2010 nicht mehr. Ausserdem spielten an dem Abend Crowfish aus Bulgarien. Diese gibt es sogar noch. Hat seit 2018 aber nichts mehr gemacht.

War eigentlich eher spontan da. Hatte die Parasiten 2003 im Tor 3 als erste Band gesehen und fand die eigentlich ganz gut. Also bin ich halt hin. Kurz vor Soundcheck da gewesen mit der Band noch gequatscht und kurz nach 8 fingen Crowfish an. Publikum war in etwa auf 25 Personen angewachsen wovon viele zum Biertrinken da waren und der Band eher wenig Aufmerksamkeit schenkten.

Crowfish machten so eine art Hardrock mit Rap einflüssen. War ganz gut, einige Songs gar teilweise auf Bulgarisch. Die Band hatte jedenfalls spass an ihrem ca. 45 Minuten auftritt. Das Publikum blieb aber wenig begeistert.

Setlist:

More than a reason
Apart
Spread your Wings
Silhouette
No more Goodbyes
Away
Hoba 2
Nicotine
Drawing Paintings
Hoba 1
Requiem
Love Song

Kurzer Umbau und als zweites spielten die Parasiten. Irgendwie wurde es jetzt auch etwas voller. Immerhin kam die Band aus Krefeld und einige Freunde der Bandmitglieder kamen auch. Das besondere an der Band ist das diese nur aus Frauen und guten Freundinnen besteht. Die Band spielte viel vom damals aktuellen Album „Wir ziehen weiter mit dem Rock‘n‘Roll. Quasi alles ausser bis auf 4 Songs komplett und vor allem meinen Lieblingssong „Könnte man sich beamen“ und „Punkrock Superstar“ eigentlich mag ich das komplette Album. Dazu noch ein paaar Songs von der „Solang es uns Gefällt“ EP. Von der ersten Single „Nie wieder mit dir“ gabs auch was. Dafür den damals noch neuen Song „Durch die Straßen“. Das Publikum hatte doch immerhin ein wenig mitsingpotential. Geschätzt 1/3 des Publikums konnte einige der Texte. Nach 60 Minuten Spielzeit war dann auch Ende. Der Pub wurde darauf hin deutlich leerer und nur noch die Bands und einige wenige der Zuschauer blieben. Wobei ich mich dann auch auf den Weg machte. Wobei aus Krefeld weg zu kommen der blanke Horror ist. Baustellen, Baustellen und die Autobahnauffahrt ebenfalls Baustelle. Bin quasi Landstraße nach Hause gefahren. Geht auch, dauert nur etwas länger und gleich mal in einen Blitzer gefahren, aber nie was von gehört. Leider verlor ich auch die Band etwas aus den Augen und sah die erst 2007 zufällig wieder. Die „Solang es uns gefällt“ EP fehlt mir auch immer noch.

Setlistt:

Jetzt
Fieser Traum
Könnte man sich beamen
Gedankenchaos
Fassade
Punk-Love
Solang es uns gefällt
Seelenverwandschaft
Sonntags-Tief
Durch die Straßen
100 Stunden
Shut Up and Stand Up
Nie wieder mit dir
Punkrock Superstar
Hansa
Durstige Frauen
Für einen Abend
Parasitenlieder

0086 – La Vela Puerca, Die Ärzte – Grefrath Eissporthalle – 20.5.04

In irgendeinem Anfall von Wahnsinn hatte ich mir Karten für 6 Die Ärzte Konzerte gekauft, auf einem 7 war ich dann auch noch, wobei ein paar richtig gut waren. Andere dafür Grottenschlecht. Die vorherigen Touren hatte ich immer das Glück gerade das eine gute zu erwischen. Zudem war dieses Konzert auf Rod seinem Geburtstag, normalerweise ufern so Konzerte gerne mal aus.

Viel zu früh dagewesen. Naja halt mit 6 anderen Wahnsinnigen vor die Halle gesetzt, immerhin war es ein schöner sonniger warmer Tag (2004 war ein Rekordsommer, es gab sogar Konzerte wo absichtlich kürzer Gespielt wurde weil es einfach zu heiß wurde)

Irgendwann gegen 16 Uhr war auch Soundcheck. Der war relativ gut draussen zu verstehen also bekam man auch die Songs mit und die hatten es teilweise in sich, neben ein paar aus dem normalen Set wie „2000 Mädchen“ oder „Richtig schön Evil“ gab es „Wir werden schön“ komplett. Ohne verspieler. Komplett durch gesungen. Mit dem Kommentar danach „Oh das funktioniert sogar“ Ich liebe diesen Song. Das der nicht Live gespielt wird seit 1987 geht gar nicht. Angespielt wurden noch „Wegen dir“ und ich meine auch „Rennen, nicht laufen!“ aber ohne Gesang und nur so ein Mittelteil. Mit „Westerland“ wobei es hier nur die dritte Strophe war, endete der Soundcheck auch. Die Vorband durfte auch kurz, aber da konnte man nur Bläser hören. Genau kann ich leider nicht sagen was da noch so angespielt wurde. Auf der Aufnahme hört man dank der Umgebungsgeräusche fast gar nichts.

Irgendwann kamen auch ehemalige Klassenkameraden an, wundert mich, damals wollte niemand so wirklich diese Band hören. Irgendwann gefühlte 3 Tage Später war dann auch Einlass. Das ganze ist eine typische Mittelgroße Stadt Eishalle. Unten die Eisfläche, oben 5-6 Sitzreihen und ein Blechgebäude. Ganz blöd für Akustik. Ich hab mich einfach auf die Sitzplätze begeben. Keine Lust auf stehen. Der Sitzbereich war auch angenehm leer. Irgendwann fingen dann La Vela Puerca an, die ich eigentlich gut finden will. Aber der Sound in der Halle war so dermaßen mist. Im Grunde reflektierte jeder Stahlträger, das Dach, die Wände den Ton. Das klang wie ein Blecheimer auf dem Kopf.

Nach 40 Minuten war dann auch Ende und das weitere warten began. Wir, die den Soundcheck mitbekommen hatten erwarteten ja eine zu mindestens teilweise besondere Show. Kleiner Spoiler. Die gab es nicht. Stattdessen gab es eigentlich die Songs die die immer spielen. Zusätzlich halt die, vom neuen Album, da wurden auch einige von gespielt. Ganze 12 Stück. Blöderweise ist das Album über größere Strecken verdammt mies. Weil das ganze unbedingt ein Doppelalbum werden sollte ist da jede menge Füllmaterial drauf was maximal(!) B-Seiten Niveau hat. Dafür schlummern versteckt auf den Singles wieder rum Perlen. Immerhin von den 7 Songs die ich auf dem Album mag wurden gigantische 5 gespielt. (Wer es wissen will: „Nicht allein“ „Ein Mann“ „Nichts in der Welt“ „Die Nacht“, „Anti Zombie“) Auch der Rest des Sets hatte zu mindestens ein paar „Highlights“ „Ich weiß nicht (ob es Liebe ist)“ mag ich eigentlich obwohl auf dem Album viel besseres ist. „Popstar“ geht eh immer. Aber so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen, also nicht nur bei mir. Beim ganzen Publikum nicht. Das ganze war erst das 11. Konzert der Tour und irgendwie war die Band gerade bei dem neuen Zeug noch sehr unsicher und spielte den Rest „auf Nummer sicher“. Von den Soundcheck Songs wurde gar nichts auch nur angedacht zum Spielen. Und Rods Geburtstag wurde auch nur so nebenbei erwähnt.

Nach „Zu Spät“ war dann auch Ende, zwar mit 160 Minuten Spielzeit, aber das ganze wirkte einfach wie nach „Schema F“ abgespult. Besonders der „Unplugged Part“ war nervig. Die Band hatte ja 2002 das Unpluggedalbum veröffentlicht. (Wo dann auch einiges aus der Mottenkiste gekramt wurde) und was spielte man in dem Unplugged Part. Nix davon. Außer Monsterparty und der Song ist genau 1. lustig. Dann fängt der an zu nerven. Dafür extra „Unplugged“ zeug auf die Bühne zu stellen war irgendwie grandiose Zeitverschwendung. Die Songs hätte man auch einfach so spielen können ohne Akustikinstrumente. Für ein Ärztekonzert war das schon relativ schwach. Aber das heißt nicht das die Band das nicht unterbieten könnte, auf der Tour gabs 2 Konzerte die noch schlimmer waren. Bei einem merkte man der Band das „ich hab eigentlich gar keine Lust“ an. Was aber einen Hintergrund hatte. Beim zweiten war das Publikum auf Valium. Dazu aber später mehr.

Setlist

La Vela Puerca:
Potosi
Manana
El ojo Moro
Por Dentro
Peren Hoy
El profeta
Ilenos de Magia
Gente
De tal Palo tal Astrilla

Die Ärzte:

Intro
Nicht allein
Radio brennt
Ignorama
Angeber
Geld
Hurra
Richtig schön evil
Ein Mann
Deine Schuld
Ich weiß nicht (ob es Liebe ist)
Der Optimist
T-Error
Sweet Sweet Gwendoline
Anti Zombie
½ Lovesong
Meine Freunde
Die klügsten Männer der Welt
Nichts in der Welt
WAMMW
Popstar
Ein Sommer nur für mich
Die Nacht
Revolution `94
Schunder-Song

Biergourmet
Zitroneneis
Frank‘n‘Stein
Monsterparty

Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe

Der Graf
Elke
Westerland
Zu Spät

Sonntag, 12. April 2020

0085 – Karawanken Oberkrainer, Syndykat, Simple Seven, Beatlesons, Limiére, Czechonor, Kate Ryan - EU Erweiterungsfestival – Düsseldorf Rheinwiesen – 1.5.04

Zur Feier des Beitritts von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zyperns zur EU (was sich im Falle von Polen und Ungarn als fataler Fehler entpuppte) gab es in Düsseldorf ein Festival auf den Rheinwiesen. Da dort eine Band spielte die ich mag bin ich halt hingefahren. Erstmal Parkplatz kostete 10 Euro. 500 Meter weiter war Parken umsonst. Lieber dort geparkt. Irgendwie um mehrere Absperrungen herum die alle Unbewacht waren stand man dann vor der Bühne. Im Grunde ging es auch gleich um 14 Uhr los mit den Karawanken.

Einer Blaskapelle. Wobei die eigentlich ziemlich cool waren und irgendwelche Hits coverten. Inkl „Looking for Freedom“ aber 60 (!) Minuten hätten jetzt echt nicht sein müssen. War ja eh kaum einer da. Wobei sich das auch nicht änderte. Die zweite Band waren PLP Syndykat aus Polen. Deren zweite Ansage war „Der nächste Song ist geklaut“ was sowohl Band als auch das kaum Anwesende Publikum recht lustig fanden. Im Grunde gab es ein paar Covervesionen auf Polnisch. Wobei die Band 2 Sets spielte. Dies hier war das erste, überraschenderweise war man bereits im Zeitverzug.

Setlist:

Rosyjsak Rletka
Czerwony jak cegla
Normalnie Iduzie
Wehikul czasu

Danach spielte „Simple Seven“ ihr erstes Set. Diese sind eine Coverband die sogar noch existiert. War ganz Nett. Aber immer noch kaum Publikum anwesend. Vielleicht 30 Leute. Deutlich voller war da der Bierwagen und die Hüpfburg.

Setlist (stehen nicht alle Songs drauf)

Needs Somebody
Power of Love
I will survive
Feel

Danach gab es die „Offizielle Eröffnung“ mit viel dummlaberei von Peer Steinbrück. Einem komischen Interview mit so einem „Ich bin durch die ganze EU gefahren. Mit dem Fahrrad“ Typen und gleich 2x der Europahymne. Die natürlich keiner kannte. Übrigens vertrieb Peer Steinbrück die hälfte des Publikums, im Bühnengraben war mehr Security als Leute anwesend.

Schließlich konnten „Simple Seven“ ihr Set fortsetzen. Was wenigstens wieder ein paar Leute anlockte. Ging weiter mit:

The Time of my Life
Relight my fire
I do Anything for you

In beiden Sets fehlen mir zusammen 5 Song. Haben schon etwas mehr gespielt als die acht hier. Dann kam auch die Band für die ich da war. Denen gleich angesagt wurde das sie nur 30 Minuten Zeit haben statt der geplanten 45 Minuten. Na großartig. Die Beatlesons spielen eine Mischung aus Pop, Punk, Schlager, Polka, klingt eigentlich sehr geil. Nur hier nicht, der Sound war mieserabel gemischt. Gut die Vorrausetzungen waren auch mäßig. Gefühlt 5 Leute auf der großen Wiese. 50 Meter vom Soundboard zur Bühne. Aber gut was will man machen. Wer geht schon zu einem „EU Erweiterungsfestival“ Die Show war trotzdem gut.

Setlist:

Ancient Lulaby
Whiskey in the Jar
Sweet Child o Mine
Drunken Boat
The Other Side
Dirty Old Town

Als nächstes kam die Band Lumière, ich weiss allerdings nicht mehr woher die kam, nur das die ziemlich guten Rock spielten. Da wurde auch das Publikum wieder größer. Geschätzt 20 Leute. Immerhin hatten die Spass. Erwähnte ich das der Bühnengraben bestimmt 8 Meter war? Alle anwesenden Leute hätten dort bequem reingepasst. Die Band durfte auch 45 Minuten spielen

Setlist:

Feed the Horses
Juggler
Lost Weekend
Midnight Cap
Compulsive Fran
Under the Tuscan Sky
Nursey Ryhme
Heavy Grocery Bags
Crows Pleaser No 1.

Jetzt durften auch PLP Syndykat ihr zweites Set spielen. Welches deutlich länger war als das erste. Was nicht nur bei mir den Eindruck erweckte als wären die ersten 2 Sets von PLP Syndykat und Simple Seven sowie der Blaskapelle nur dazu da damit Publikum da ist wenn Peer Steinbrück auf die Bühne geht. Immerhin wurds jetzt auch etwas voller, dürften 40 Leute gewesen sein.

Setlist:

Pare lat
Detox
Rock Steady
Poer Man
Czany Kapelusz
When a blind man cries

Danach wurd irgendwas verlost. Keine Ahnung mehr was. Steht hier nur so auf meinem Zettel der bei den entsprechenden Minidiscs beilag. Danach gabs Czechonor aus Tschechien, dass war eine RocknRoll, Punkrock, Ska Band und die waren richtig gut. Das ganze war zudem auf Tschechisch und ich mag Bands die Landessprache singen. Die hätten auch gerne noch etwas länger spielen dürfen aber nach 45 Minuten war es vorbei, immerhin hatten sich mittlerweile doch 100 Leute vor die Bühne begeben, die allerdings immer noch recht verloren wirkten. Da war Platz für 1000 Personen.

Danach spielten Stil Collins, eine Phil Collins Coverband. Phil Collins löst bei mir Brechreiz aus. So gut die Band auch war, dass war leider nur schwer zu ertragen für mich. Schlimmer fänd ich nur noch Phil Collins selbst. Ich halte es da lieber mit Abwärts. Spielten ca. 40 Minuten. Als letztes spielte Kate Ryan aus Belgien. Die machte Dance Musik. War ganz nett. Allerdings verließen viele so nach 20 Minuten von insgesamt 45 Minuten die Rheinwiesen so das es am Ende wieder nur noch eine Handvoll Leute vor der Bühne waren.

Hab auch von Kate Ryan keine Setlist.

War ein ingesamt etwas seltsames Festival. Viel los war nie und es erinnerte eher weniger ein großes EU Festival sondern eher an das Stadtfest mit Hüpfburg und Kinderschminken in Edenkoben. Der offizelle Parkplatz war übrigens absolutes Verkehrschaos, bei meinem um die Ecke war davon nichts zu merken. War etwa 22 Uhr wieder zuhause da war es noch hell.